Mo., 24.10.2016 , 13:13 Uhr

LKA: Münchner Amokschütze chattete mit sich selbst

Im Internet soll der Amokschütze von München über seine blutigen Pläne geschrieben haben. Einer seiner Chatpartner: Ein gewisser Bastian. Über diesen ominösen Unbekannten haben die Ermittler nun neue Erkenntnisse, die überraschen.

 

München – Der Münchner Amokschütze hat im Vorfeld seiner Bluttat im Internet vermutlich mit sich selbst gechattet. Sein Gesprächspartner „Bastian“ sei „mit höchster Wahrscheinlichkeit“ eine nichtexistente Person, bestätigte das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Montag.

 

Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet. Der 18-Jährige hatte in den virtuellen Gesprächen demnach auch über Amokläufe geschrieben. „Er war zwei Personen in diesem Chat“, sagte ein LKA-Sprecher. Zum Inhalt der Unterhaltungen machten die Beamten keine Angaben. Die fingierten Gespräche stützen jedenfalls die bisherige Einschätzung der Ermittler, dass der 18-Jährige wohl ein Einzeltäter war.

 

 

Die „BamS“ hatte berichtet, der 18-Jährige hätte sich in dem Chat mit „Bastian“ über Mobbing beklagt und erklärt, sein Amoklauf solle eine Rache sein. Das LKA wollte dies nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Nach der Tat seien sehr viele elektronische Datenträger gesichert worden, die nun ausgewertet würden.

 

Am 22. Juli hatte der Amokschütze am Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen getötet und sich dann selbst erschossen. Die Pistole hatte er nach Auskunft der Ermittler im Darknet, dem anonymen Teil des Internets, erworben. Bereits im August war deshalb ein 31-Jähriger im hessischen Marburg als mutmaßlicher Waffenhändler festgenommen worden. Ein 16-Jähriger wurde kurzfristig als Mitwisser verdächtigt. Ein von der Staatsanwaltschaft München I beantragter Haftbefehl wurde jedoch in letzter Instanz vom Oberlandesgericht München abgelehnt.

Amok Chatverlauf LKA OEZ

Das könnte Dich auch interessieren

18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei 17.06.2026 Mythos Dubai: Zwischen Luxusleben und strengen Regeln – ein Sicherheitscheck für Auswanderer Dubai fasziniert. Die glitzernde Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat sich in den letzten Jahren zu einem Magneten für Expats aus aller Welt entwickelt, insbesondere für Deutsche. Die Bilder von futuristischer Architektur, luxuriösem Lebensstil und ganzjährigem Sonnenschein prägen die Vorstellung von einem modernen Paradies. Doch hinter der makellosen Fassade stellen sich viele die