Mo., 26.10.2015 , 12:09 Uhr

Malteser Hilfsdienst: Wo bleibt das Signal aus dem Sozialministerium?

Mit einem Erst-Hilfe-Kurs fing 1955 alles an. Mittlerweile gibt es den Malteser Hilfsdienst e. V. der Erzdiözese München und Freising seit 60 Jahren. Beim großen Festakt am Freitagabend betonte Innenminister Herrmann, wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen, gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise sei. Dafür wünschen sich die Malteser aber mehr Unterstützung aus dem Sozialministerium.

 

„Hört bitte nicht auf damit“, so lautete der Appell, den Innenimister Herrmann am Freitagabend beim Festakt zum 60-jährigen Jubiläum an die Malteser richtete. Gemeint hat er damit das schier grenzenlose Engagement, das die Ehrenamtlichen einsetzten. Er lobte ihren Einsatz beim G7-Gipfel, wo sie dafür sorgten, dass die vielen Demonstranten in Garmisch gut versorgt wurden. Doch nicht nur bei solchen Großveranstaltungen sind die Malteser im Einsatz: Erste Hilfe-Ausbildung, Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, Jugendarbeit, Auslandsdienst, Besuchs- und Begleitdienste, Psychosozial Notfallversorgung, Malteser Migranten Medizin und Hospizarbeit wie auch ambulante Kinder- und Jugendhospizarbeit. Aber auch Rettungsdienst, Krankentransport, Rückholdienst, Fahrdienste, Hausnotrufdienst, Menüservice, und abulante Pflege werden vom Hilfsdienst übernommen.

 

 

Organisierte Hilfe in der Flüchltingskrise

 

Über 2.000 aktive Mitglieder engagieren sich ehrenatmlich in den verschiedenen Diensten, rund 1.500 Mitarbeiter sind hauptamtlich für die Malteser im Einsatz. „Es ist schön, dass so viele Freiwillige die Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof in Empfang genommen haben“, erklärte Herrmann am Freitag. Dennoch sei die Organisierte Hilfe, wie sie die Malteser leisten, in der aktuellen Flüchtlingskrise unverzichtbar. Herrmann lies das die Helfer nicht nur durch seine Worte spüren. Stephanie Freifrau von Freyberg lobte das schnelle Handeln des Innenministeriums. „Beim Einsatz unserer Ehrenamtlichen zum G7-Gipfel wurde eine Lohnfortzahlung durch das Ministerium gewährleistet.“ In der aktuellen Flüchlingskrise sei das nicht der Fall. Die Pflicht liege hier beim Sozialministerium. „Unsere Ehrenamtlichen nehmen sich Urlaub, um die Flüchtlinge versorgen zu können. Doch irgendwann werden sie keinen Urlaub mehr haben und dann können Sie auch nicht mehr helfen.“ Der Diözesanleiterin des Malteser Hilfsdienstes e. V. in der Erzdiözese München und Freising fehlt ein klares Signal aus dem Sozialministerium. Sozialministerin Emilia Müller war zu dem Festakt zwar eingeladen, lies sich von Innenminister Herrmann aber entschuldigen.

 

 

Herrmann Malteser Müller

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 21.04.2026 Der Weg zur Wunschfigur in München: Ein Leitfaden zu Methoden, Kosten und Klinikwahl bei der Liposuktion Hartnäckige Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln können frustrierend sein, besonders wenn sie sich trotz disziplinierter Ernährung und regelmäßigem Sport hartnäckig halten. Für viele Menschen in München stellt sich dann die Frage nach alternativen Lösungen. Die Liposuktion, umgangssprachlich als Fettabsaugung bekannt, ist ein chirurgischer Eingriff zur gezielten Formung der Körperkontur, nicht zur Gewichtsreduktion. Sie entfernt 20.04.2026 Mitmachen und gewinnen - Fit-Amino! Fit-Amino und münchen.tv verlosen ein Monatspaket „Fit-Amino Wiederholungskomfort“ im Wert von rund 50 €! Das steckt drin: – 32 Portionsbeutel in praktischer Pulverform – Hochwertige Aminosäuren: L-Arginin, L-Glutamin, L-Lysin, L-Pidolat – Mit Vitamin C – für normalen Energiestoffwechsel, normale Knochen und Knorpel – 100 % vegan, glutenfrei, halal, koscher Einfach in Wasser auflösen, trinken, fertig 16.04.2026 Was ändert sich mit dem neuen SCHUFA-Score? Seit dem 17. März wird im SCHUFA-Account statt eines Prozentwertes ein dreistelliger Punktestand angezeigt. Die SCHUFAHolding AG hat an diesem Datum den bisher gültigen Basisscore eingestellt und durch den sogenannten NextGen Score 1.0 ersetzt. Wer wie die meisten an den 97,5-Prozent-Wert gewöhnt ist, fragt sich jetzt vermutlich, ob 812 Punkte gut oder nur mittelmäßig sind.