Di., 01.07.2014 , 15:33 Uhr

Deutsches Theater: Ewig jung und Kokosnuss kommen doch auf die Bühne

Nur wenige Monate nach dem Einzug des Deutschen Theaters in sein frisch renoviertes Stammhaus hat eine defekte Sprinkleranlage die Bühne schon wieder fast komplett lahm gelegt. Mindestens vier Wochen lang sollen in dem Haus in der Münchner Innenstadt überhaupt keine Vorführung stattfinden können. Ganz ließ sich das Deutsche Theater den Spaß aber nicht verderben:

Die Inszenierung des Rock’n’Roll-Songdramas „Ewig Jung“ kommt doch auf die Bühne.

Nur eben nicht im großen Saal, sondern im Silbersaal.

Bei der Auslösung der Sprinkleranlage am Mittwochabend wurde im Wesentlichen die Bühnentechnik in Mitleidenschaft gezogen, wie das Deutsche Theater am Freitag mitteilte. Auch sicherheitsrelevante Technik wie die Brandmeldeanlage sei betroffen. Alle Vorstellungen der laufenden Produktion „The Wiz“ sowie die kommenden Produktionen, „Dylan“ und „Alice“ wurden abgesagt. Was das alles kostet, war zunächst noch unklar.

 

Auch der kleine Drache darf auf die Bühne

Wie das Deutsche Theater am Dienstag mitgteilt hat, kann nun auch das Kinderstück „Der kleine Drache Kokosnuss“ dort stattfinden. Es wird jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.
Die neuen Vorstellungstermine sind wie folgt:
Do, 24. Juli 10 Uhr + 14 Uhr
Fr, 25. Juli 10 Uhr + 14 Uhr + 17 Uhr
Sa, 26. Juli 11 Uhr + 14 Uhr + 17 Uhr
So, 27. Juli 11 Uhr + 14 Uhr
Gekaufte Katen behalten Ihre Gültigkeit und können kostenlos unter dt@muenchenticket.de, der Hotline 089/55234-444 oder an der Tageskasse des Deutschen Theaters in der Schwanthalerstraße für einen der neuen Termine umgetauscht werden.

 

Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen

 

Die Sanierung des Deutschen Theaters bleibt damit eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Das Haus in der Münchner Innenstadt war erst im Januar nach einer langjährigen Sanierungsphase mit einiger Verspätung wieder eröffnet worden. Rund 94 Millionen hat die Renovierung des fast 120 Jahre alten Hauses in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes gekostet, geplant waren ursprünglich um die 80 Millionen.

 

Die Gründe dafür waren vielfältig: Die alte Bausubstanz machte Probleme, das Nebenhaus – nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges in aller Eile wieder aufgebaut – lehnte sich gefährlich nah an das Theater, in den U-Bahn-Rohren unter dem Haus traten Risse auf, die Brandschutzanforderungen waren komplizierter umzusetzen als gedach, Pilzsporen sorgten für Ärger – ebenso ein vergessener, denkmalgeschützer Brunnen, der bei den Bauarbeiten wieder an die Oberfläche geriet.

 

„Jetzt haben wir es wieder: den Palast des Lächelns, das Haus der leichten Muse – und die Heimstätte des Pfuschs am Bau“, sagte der damalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) noch bei der Wiedereröffnung am 17. Januar. Gut fünf Monate danach muss das Haus jetzt schon wieder für mindestens einen Monat schließen.

 

RG / dpa

defekt deutches museum Sanierung schwanthaler str. sprinkleranlage Stachus Tickets umbau umtausch

Das könnte Dich auch interessieren

08.03.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 06.03.2026 Dauerhafte Haarentfernung im Realitätscheck: Was Ergebnisse wirklich stabil hält 05.03.2026 Medizinisches Cannabis in München: Wenn aus einer Debatte Lebensqualität wird Doch es herrscht auch Klärungsbedarf. Cannabis ist in den Köpfen vieler noch immer ein Lifestyle-Produkt, doch die Realität in den Münchner Praxen sieht anders aus. Hier geht es nicht um Trends, sondern um Schmerzlinderung, um die Rückkehr in den Alltag und um die Verantwortung, die eine moderne Therapie mit sich bringt.   Ein Medikament auf 05.03.2026 Die neue Ästhetik der Stille: Warum Münchens Top-Adressen auf biophiles Design setzen