Mo., 01.12.2014 , 10:13 Uhr

München: Geschwister-Scholl-Preis für Snowden-Vertrauten Greenwald

Der US-amerikanische Journalist Glenn Greenwald (47) wird am Montag (19.00 Uhr) mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. Der Vertraute von Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden bekommt den Preis für sein Buch „Die globale Überwachung“.

 

In der Jury-Begründung heißt es: „Als engagierter Jurist und leidenschaftlicher Journalist warnt Glenn Greenwald vor einem mächtigen Überwachungsapparat, der unsere Privatsphäre zu zerstören und die Grundlagen der Demokratie zu untergraben droht.“ Die Auszeichnung wird im Rahmen des Literaturfests München in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität verliehen.

 

Greenwald hatte als Journalist des britischen „Guardian“ die Enthüllungen von Edward Snowden veröffentlicht. Er ist damit einer der wichtigsten Journalisten hinter den NSA-Enthüllungen. Snowden vertraute ihm und der Dokumentarfilmerin Laura Poitras sein Archiv geheimer NSA-Dokumente an.

 

Der mit 10 000 Euro dotierte Preis erinnert an Hans und Sophie Scholl, die ihren Widerstand gegen das NS-Regime mit dem Leben bezahlt hatten.

 

Die Träger des Geschwister-Scholl-Preises

 

Der Geschwister-Scholl-Preis wird seit 34 Jahren für ein Buch vergeben, „das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern“.

 

Der mit 10 000 Euro dotierte Preis erinnert an die Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Er wird vom Landesverband Bayern im Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Landeshauptstadt München seit 1980 vergeben. Hier die bisherigen Preisträger:

 

2014: Glenn Greenwald

2013: Otto Dov Kulka

2012: Andreas Huckele (Pseudonym: Jürgen Dehmers)

2011: Liao Yiwu

2010: Joachim Gauck

2009: Roberto Saviano

2008: David Grossman

2007: Anna Politkovskaja

2006: Mihail Sebastian

2005: Necla Kelek

2004: Soazig Aaron

2003: Mark Roseman

2002: Raul Hilberg

2001: Arno Gruen

2000: Margarete Holzman / Reinhard Kaiser

1999: Peter Gay

1998: Saul Friedländer

1997: Ernst Klee

1996: Hans Deichmann

1995: Victor Klemperer

1994: Heribert Prantl

1993: Wolfgang Sofsky

1992: Wolfgang Benz / Barbara Distel

1991: Georges-Arthur Goldschmidt

1990: Eberhard Jäckel / Lea Rosh

1989: Helmuth James von Moltke

1988: Grete Weil

1987: Christa Wolf

1986: Cordelia Edvardson

1985: Jürgen Habermas

1984: Anja Rosmus-Wenninger

1983: Walter Dirks

1982: Franz Fühmann

1981: Reiner Kunze

1980: Rolf Hochhuth

 

rg / dpa

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