Di., 12.09.2017 , 15:36 Uhr

NSU-Prozess: Lebenslange Haft für Zschäpe und weitere Haftstrafen für mutmaßliche Helfer gefordert

Der NSU-Prozess läuft schon seit mehr als vier Jahren, allein das Anklage-Plädoyer dauerte mehrere Tage. Jetzt ist klar: Die Bundesanwaltschaft will für Beate Zschäpe die Höchststrafe.

 

Im NSU-Prozess fordert die Bundesanwaltschaft lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung für die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Die Sicherheitsverwahrung soll dazu dienen, die Allgemeinheit vor Tätern zu schützen, die ihre Strafe verbüßt haben, aber als gefährlich gelten.

 

Auch wenn Zschäpe kein einziges Mal selbst geschossen hat, wirft die Bundesanwaltschaft Zschäpe Mittäterschaft an allen Verbrechen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» vor: den neun Morden an türkisch- und griechischstämmigen Gewerbetreibenden, dem Mord an einer deutschen Polizistin, zwei Bombenschlägen in Köln mit zum Teil Dutzenden Verletzten sowie zahlreichen Raubüberfällen.

 

Die Anklage hatte an den vergangenen Prozesstagen argumentiert, Zschäpe habe mit ihren Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die fanatische nationalsozialistische Gesinnung geteilt und daran mitgewirkt, Zuwanderer durch willkürliche Morde in Angst und Schrecken zu versetzen.

 

Weitere Angeklagte

 

Ebenfalls angeklagt sind vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer der Terrorgruppe. Für den mutmaßlichen Terrorhelfer Ralf Wohlleben hat die Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess zwölf Jahre Haft wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen gefordert. Für Carsten S., der die Waffe einst zusammen mit Wohlleben beschafft haben soll, forderte der Ankläger eine Jugendstrafe von drei Jahren.

 

Im NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft eine überraschend hohe Haftstrafe von zwölf Jahren für den Mitangeklagten André E. gefordert – und beantragt, ihn sofort in Untersuchungshaft zu nehmen.  Er soll Beihilfe zum Bombenanschlag auf ein Lebensmittelgeschäft in der Probsteigasse in Köln geleistet haben, indem er das Wohnmobil mietete, mit dem die Täter nach Köln fuhren. Anders als die Hauptangeklagte Beate Zschäpe und der mutmaßliche Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben sitzt E. bislang nicht in Untersuchungshaft.

 

dpa

 

 

 

 

 

 

12 Jahre Haft lebenslänglich NSU-Prozess Wohlleben Zschäpe

Das könnte Dich auch interessieren

16.09.2026 Langzeitpraktikant*in Redaktion in Vollzeit 40h/Woche 09.09.2026 Sommer-Staycation in Bayern 2027. Warum die Airbnb-Geschenkkarte zum flexiblen Reisegutschein wird Der späte Start hat einen Vorteil, den viele erst auf den zweiten Blick sehen. Während in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Ende August die Schule wieder läuft, haben bayerische Familien noch zwei volle Ferienwochen vor sich. Wer diese zweite Hälfte nutzt, findet an Chiemsee, Tegernsee oder Bodensee spürbar mehr Ruhe und häufig auch günstigere Unterkünfte als im 04.09.2026 B2B-Marketing zur Wiesn: Wie Unternehmen das Oktoberfest 2026 strategisch nutzen Der September 2026 steht in München und weit über die Stadtgrenzen hinaus wieder ganz im Zeichen der bayerischen Tradition. Für Unternehmen bietet diese Zeit eine hervorragende Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen abseits des klassischen Büroalltags zu pflegen und zu vertiefen. Das größte Volksfest der Welt ist nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein idealer 03.09.2026 Professionelle Reinigungsmittel für Haushalt und Gastronomie: Effizienz und Hygiene auf höchstem Niveau Wer einmal erlebt hat, wie mühelos ein professioneller Fettlöser hartnäckige Einbrennrückstände vom Backofenrost löst, will nie wieder zur Drogerieware zurückgreifen. Genau diesen Qualitätssprung bietet der Wisch-Star Hygiene Shop – ein Sortiment, das ursprünglich für Profiküchen und Großbetriebe entwickelt wurde, aber längst auch in anspruchsvollen Privathaushalten seinen festen Platz gefunden hat. Professionelle Reinigungsmittel für Haushalt und