Di., 26.11.2013 , 16:35 Uhr

NSU-Prozess: Urlaubsbekannte sagen aus

Am Dienstag wurden vor dem Oberlandesgericht München Urlaubskekannte der mutmaßlichen Neonaziterroristen verhört. Sie beschreiben die drei als freundlich, kinderlieb und immer zu einem Spaß aufgelegt.

Die Zeugen haben Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt 2007 im Sommerurlaub auf einem Campingplatz auf der Insel Fehmarn an der Ostsee kennengelernt. Die drei hatten die Zeugen angesprochen weil sie noch Partner beim Doppelkopf suchten. „Wir haben nebeneinander gewohnt, Wohnwagen an Wohnwagen“, berichtete Zeugin Karin M. vor Gericht. Es entwickelte sich eine rege Bekanntschaft. „Wir hatten jeden Tag Kontakt“, sagte M.s Ehemann Christian. „Irgendetwas hat man schon zusammen gemacht.“ Jedoch wussten die Zeugen nicht, dass es sich bei den drein um Neonazis handelt.

Über mehrere Jahre trafen sie diemutmaßlichen Terroristen jeden Sommer auf demselben Campinplatz. Jedoch benutzen die drei nicht ihre echten Namen. „Gerry“, „Mayx“ und „Lise“ nannten sie sich.

Die Zeugen beschrieben Beate Zschäpe als die „Hauswirtschafterin“ der drei, die auch das Geld der Gruppe verwaltete. Für die Bundesanwaltschaft ist dies ein Indiz für die wichtige Rolle der Hauptangeklagten innerhalb der Gruppe. Ob es jemanden gab, der in der Gruppe den Ton angab, wollte der psychiatrische Sachverständige Henning Saß wissen. „Es war ausgeglichen“, meinte Karin M. „Max“ habe den Ton angegeben, wenn es um Sport ging, „Gerry“, wenn es um Handwerkliches ging, „Lise“ beim Essen und Kochen.

Es sei ein Schock für Familie M. gewesen als im November 2011 der „Nationasozialistische Untergrund“ aufflog. „Ich war platt, ich hätte es im Leben nicht geglaubt, und ich glaube es noch immer nicht“, sagte Karin M. „Ich hätte mir nicht vorstellen können, wie man sich so täuschen kann.“

rr/dpa

NSU Zschäpe

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei