Fr., 05.10.2018 , 12:19 Uhr

Oktoberfest 2018: Das berichtet die Wiesn-Wache am letzten Freitag

Insgesamt scheint das Münchern Oktoberfest in diesem Jahr ruhiger zu verlaufen, als in den vergangenen Jahren, die Zahl der Delikte ist zumindest laut der Zwischenbilanz gesunken. Dennoch gibt es den ein oder anderen Einsatz, den die Wiesn-Wache berichtet.

 

 

Frau fällt in Kinderwagen

 

Am Donnerstag wollte ein 36- jähriger Brite seine 38-jährige Begleiterin zum Spaß hochheben. Vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung gelang ihm dies nur bedingt und die Dame fiel in einen Kinderwagen. In dem Kinderwagen befand sich zu diesem Zeitpunkt ein Säugling, welcher dadurch auf den Boden fiel und nach einer ersten Einschätzung des Rettungsdienstes eine Gehirnerschütterung erlitt. Zur Abklärung und genauen Untersuchung wurde as Baby in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Eine Anzeigenerstattung wegen einer fahrlässigen Körperverletzung wird geprüft.

 

Taschendieb leistet Widerstand nach Festnahme

 

Am Donnerstag konnte gegen 22.40 Uhr ein 22- jähriger Eritreer bei zwei vollendeten und drei versuchten Diebstählen durch Taschendiebfahnder beobachtet werden. Bei der folgenden Festnahme setzte er sich massiv zu Wehr und verletzte schließlich einen Polizeibeamten. Der 22- Jährige wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Er wurde wegen einer Körperverletzung, eines Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie der Diebstähle angezeigt. Er wird dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

 

Drohnenführer festgestellt

 

Am Donnerstag wurde vom Sicherheitsdienst auf dem Oktoberfest eine Drohne im Bereich der Bavaria gemeldet. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten kurze Zeit später einen 27-jährigen Touristen aus den USA mit seiner zwischenzeitlich wieder gelandeten Drohne feststellen. Der 27-Jährige gab an, dass er nichts von einem Verbot diesbezüglich wusste. Der Verstoß gegen das Luftverkehrsgesetz wurde durch die Wiesn-Wache zur Anzeige gebracht und der 27-Jährige nach einer Hinterlegung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen.

 

Illegaler Ballonverkäufer

 

Am Donnerstag konnte kurz vor 21.00 Uhr ein illegaler Ballonverkäufer auf der Wiesn und dem unmittelbarem Festgelände festgestellt werden. Ein 17-jähriger Münchner verkaufte ohne gültige Reisegewerbekarte Luftballons im Wiesn-Umfeld. Da er in den Tagen zuvor bereits zweimal wegen desselben Deliktes aufgefallen war, wurden die Luftballons beschlagnahmt und der 17-Jährige wegen einer Ordnungswidrigkeit angezeigt.

 

Festnahme nach gescheitertem Hutverkauf

 

Am Donnerstag wollte gegen 22.30 Uhr eine 31- jährige Münchnerin einem 31-jährigen Mexikaner dessen Sombrero abkaufen, weil dieser ihr offensichtlich gut gefiel. Nachdem sich die beiden auf einen Kaufpreis von 70 Euro geeinigt hatten, wurde der Hut an die Münchnerin übergeben. Da der Mexikaner kein Wechselgeld dabei hatte und die Münchnerin nur einen 100 Euroschein, gab sie ihm diesen als Pfand und vereinbarte mit dem Mexikaner, passendes Geld zu holen. Während dessen entfernte sich der Mexikaner vom verabredeten Ort. Die Münchnerin konnte ihn jedoch nach kurzer Zeit wieder ausfindig machen. Nachdem er das hinterlegte Geld jedoch nicht mehr hergeben wollte, begab man sich gemeinsam zur Wiesn-Wache. Dort konnten die Beamten die Tat schnell klären und den Mexikaner wegen einer Unterschlagung anzeigen. Da der Tatverdächtige jedoch die geforderte Sicherheitsleistung nicht bezahlen wollte, wurde er zur Klärung der Haftfrage in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.

Polizei Wiesn

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