Do., 21.08.2014 , 11:51 Uhr

Politik geht hart gegen Fan-Gewalt vor

Rote Karte für Fußballrowdys – vor Beginn der neuen Bundesligasaison am morgigen Freitag hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Krawallmacher und Gewalttäter bei Fußballspielen gewarnt: „Wer meint, er kann uns das Fußballvergnügen mit Randale, Pyrotechnik oder Gewalt vermiesen, muss mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen!“

 

 

Gerade auch die jüngsten Ausschreitungen am Rande der Fußballspiele wie in München, Fürth und Würzburg seien erschreckend. „Diese Chaoten schaden dem Fußball nachhaltig und sind keine Fans“, so Herrmann. Der Innenminister appellierte an die Fußballvereine und Fanclubs, ihrer Verantwortung für die Sicherheit insbesondere in den Stadien gerecht zu werden: „Die Vereine müssen mit qualifizierten Ordnern dafür sorgen, dass beispielsweise keine brandgefährliche Pyrotechnik in die Stadien gelangt.“ Außerdem rief Herrmann auf, Fußballrowdys unmissverständlich die Rote Karte zu zeigen: „Dazu gehören langjährige Stadionverbote genauso, wie auch der Ausschluss aus Vereinen und Fanclubs.“

 

 

Nach den Worten Herrmanns werden die Einsatzkonzepte der Bayerischen Polizei ständig weiterentwickelt. „Seit vielen Jahren setzen wir beispielsweise mit großem Erfolg auf szenekundige Beamte.“ Diese reisen in den Zügen der Fußballsfans mit und können schon im Vorfeld eines Spiels deeskalieren oder bekannte Gewalttäter frühzeitig aus dem Verkehr ziehen. „Außerdem unterstützen wir die Fußballvereine bei der Ausarbeitung von Sicherheitskonzepten“, erläuterte Herrmann und ergänzte: „Als deutschlandweit erstes Pilotprojekt haben wir zudem in München, Nürnberg und Fürth spezielle Schlichtungsstellen eingerichtet, die sich bislang sehr gut bewähren. Unsere neuen ‚Dialogforen Fußball und Sicherheit‘ sind ein Angebot an Verbände, Vereine, Fans, Städte und Polizei, Konflikte frühzeitig zu entschärfen.“

 

Maximinian Kettenbach berichtet über die Konzeption der Gegenmaßnahmen von Politik und Polizei:

 

 

Bei dem Lokal-Derby am 12. August kam es zu massiver Gewalt:

 

jn / Innenministerium

 

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