Fr., 06.03.2015 , 17:44 Uhr

Preiswucher in München - Neuer Mietspiegel schockt die Bürger

Der neue Mietspiegel ergab eine Durchschnittsmiete von 10,73 Euro. Das sind sechs Prozent mehr als 2013. Immobilien in München werden langsam unbezahlbar. Zwei neue Kategorien zerteilen die Stadt.

 

Alle zwei Jahre erscheint der Mietspiegel, welcher die Obergrenzen aller Preissteigerungen in bestehenden Verträgen – und zwar individuell für alle Wohnungen – ausweist. Einfach gesagt: Steigt der Mietspiegel, treiben die Vermieter den Preis für Immobilien in die Höhe. Genau das ist nun passiert. Im Schnitt steigen die Mieten im Vergleich zu 2013 um 60 Cent auf 10,73 Euro pro Quadratmeter im Monat kalt.

Vor allem die Quadratmeterpreise für kleine Wohnungen explodieren. Hierbei gilt: je kleiner die Wohnung, desto höher der Preis je Quadratmeter. Auch Neubauten, welche bei den Münchner mit am beliebtesten sind, werden teurer. Am preisgünstigsten sind Häuser, die zwischen 1967 und 1977 erbaut wurden.

 

Mietspiegel zerteilt die Stadt

 

Neu ist zudem die Unterteilung der Landeshauptstadt in sechs anstatt bisher vier Wohnlagen. Da es viele Münchner immer mehr ins Zentrum zieht, wurden zwei neue Kategorien erstellt: zentrale Durchschnittslage und zentrale gute/beste Lage. Die Altstadt, das Lehel, Schwabing, die Maxvorstadt sowie das Gärtnerplatz- und Glockenbachviertel zählen zur letzteren Kategorie. Häuser entlang großer Verkehrsschneisen sowie das südliche Bahnhofsviertel und Milbertshofen dagegen werden als zentrale Durchschnittslage kategorisiert.

 

Für viele Münchner als zentral empfunden, fallen Haidhausen, Au, Neuhausen und Westend überraschend in die Kategorie unterdurchschnittlich bis gut. Die dort vorherrschenden Quadratmeterpreise sind durchschnittlich 92 Cent bis 1,53 Euro billiger als Bestlagen wie beispielsweise Schwabing. Selbst renommierte Wohngegenden wie Bogenhausen oder Nymphenburg werden im neuen Mietspiegel nicht als zentral angesehen. Dort sind die Mieten im Schnitt nur um neun Cent je Quadratmeter günstiger als in einer zentralen Toplage.

 

Mietpreise in Wahrheit geringer

 

Der Mietspiegel ist ein Zahlenwerk, das von dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest und aus Statistiken der Ludwig-Maximilians-Universität erstellt wird. Berücksichtigt werden stets nur neu abgeschlossene Verträge oder aber Mieterhöhungen aus den vergangenen vier Jahren. Experten weisen deshalb darauf hin, dass die tatsächlichen Preise unter dem Mietspiegel liegen.

mg

Miete mietspiegel muenchen

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei