Do., 24.09.2015 , 14:28 Uhr

Pumuckl-Erfinderin und erstes Münchner Kindl Ellis Kaut gestorben

Der freche rothaarige Klabautermann Pumuckl hat Generationen von Kindern begeistert. Seine Schöpferin, Ellis Kaut, ist nun im Alter von 94 Jahren gestorben. Sie war 1938 das erste lebendige Münchner Kindl.

 

Vor mehr als 50 Jahren schuf die Autorin Ellis Kaut den kleinen Klabautermann Pumuckl, der seitdem in Hörspielen, Fernsehsendungen und Büchern seine Streiche treibt.  Am frühen Donnerstagmorgen ist Kaut nach langer Krankheit in einem Pflegeheim bei München gestorben, wie ihre Tochter Uschi Bagnall jetzt mitteilte.

 

Die in Stuttgart geborene Erfinderin des kleinen Quälgeistes war bis zuletzt sehr aktiv gewesen. So war es für sie keine Frage, dass sie einen Großteil der Fanpost elektronisch per E-Mail beantwortete. Und bei ihrem Hobby Fotografie war sie längst auf Digitaltechnik umgestiegen. Regelmäßig traf sie sich mit anderen Fotografen in der «Sezession Münchner Lichtbildner». Und immer noch standen gelegentlich Kinder plötzlich vor ihrer Haustür im Münchner Stadtteil Obermenzing und wollten ein Autogramm. «Ich weiß nicht, was die vielen Menschen mit all den Unterschriften anfangen», wunderte sich Kaut. Oft werde sie auch von Menschen auf der Straße erkannt. «Dann sind Leute fröhlich. Sie fangen an, mir Geschichten vom Pumuckl zu erzählen.»

 

Der Name „Pumuckl“ stammte übrigens  von Kauts Ehemann. Als sie ihren Mann bei einem Skiurlaub in der Schweiz mit Schnee bewarf, nannte er sie einen „rechten Pumuckl“. Der freche Kobold, der niemandem etwas Böses will, aber immer wieder gegen Vorschriften und Konventionen verstößt, Dinge, Bezeichnungen und Gebräuche infrage stellt und dabei allerlei Schabernack treibt, entwickelte sich rasch zum Liebling von Kindern und Eltern.

 

Die Abmagerungskur „ihres“ Kobolds durch den Stuttgarter Kosmos-Verlag,  fand Kaut nach Angaben ihrer Tochter Uschi Bagnall „scheußlich“.  Auch bei den Fans hatte die sportliche und schlankere Gestalt vom Pumuckl große Empörung ausgelöst.  Schnell war klar, dass der Kobold seinen Bauch zurückbekommt.

 

Mit ihren Geschichten, mit Pumuckl und mit ihrer Stiftung, bleibt Ellis Kaut unsterblich. «Meister Eder und sein Pumuckl» wird immer wieder im Fernsehen ausgestrahlt. Generationen von Kindern werden wahrscheinlich auch im digitalen Zeitalter weiter die Geschichten von dem rothaarigen Kobold lesen.

 

Ellis Kaut München Pumuckl verstorben

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