Mo., 23.06.2014 , 09:17 Uhr

Regierung und Bouygues einig über Staatseinstieg bei Alstom

Die französische Regierung und der Alstom-Großaktionär Bouygues haben sich auf die Modalitäten eines Einstiegs des Staates bei Alstom geeinigt. Das gaben das französische Unternehmen und die Regierung am Sonntag in getrennten Mitteilungen bekannt.

 

Demnach kann Paris wie geplant 20 Prozent von Alstom übernehmen und so größter Aktionär werden. Dies war Bedingung der Regierung für ihre Zustimmung zum Angebot des US-Mischkonzerns General Electric (GE) für Kooperationen mit der Energiesparte von Alstom.

 

Regierung behält Anteile

 

Laut Vereinbarung kann Paris binnen 20 Monaten nach Abschluss der geplanten Operationen bis zu 20 Prozent der Alstom-Anteile von Bouygues oder am Markt erwerben. Kauft die Regierung direkt bei Bouygues, sind der Marktwert oder mindestens 35 Euro pro Aktie fällig. Gleichzeitig räumt Bouygues der Regierung bereits mit Abschluss der geplanten Kooperation 20 Prozent der Stimmrechte bei Alstom ein.

 

Am Wochenende war intensiv über den Preis der Aktien verhandelt worden. Frankreich wollte 28 Euro pro Aktie bezahlen, den Wert bei Handelsschluss am Freitag. Das wären zusammen gut 1,7 Milliarden Euro gewesen. Bouygues sieht den Wert der Alstom-Aktie aber bei 35 Euro, damit kämen mehr als 2,1 Milliarden auf den Staatshaushalt zu.

 

Siemens geht leer aus

 

Die Kontrahenten Siemens und General Electric kämpften bis zur letzten Minute um den französischen Industriekonzern Alstom. Auf ein Gegenangebot von Siemens legte der US-Konzern General Electric eine verbesserte Offerte vor. Danach konterten die Partner Siemens und Mitsubishi erneut. Am Ende ging der Münchner Konzern leer aus.

 

Siemens-Chef: Halten weiter die Augen offen

 

Siemens-Chef Joe Kaeser hat nach dem vergeblichen Ringen um einen Kauf von Teilen des französischen Alstom-Konzerns betont, dass sein Unternehmen weiter an Übernahmen interessiert sei. «Natürlich halten wir die Augen weiter offen. Besonders interessant ist und bleibt für uns der amerikanische Markt», sagte Kaeser der «Bild»-Zeitung (Montag). Auch an seinem Ziel, das eigene Bahngeschäft zu stärken, halte er fest. «Wir wollten nie unser Bahngeschäft verkaufen, sondern zusammen mit Alstom einen europäischen Champion mit globaler Durchsetzungskraft bauen. Das Ziel bleibt, der Weg dahin wird jetzt ein anderer.» Der Manager unterstrich noch einmal, dass er den Zuschlag für GE in dem Bieterrennen nicht als Niederlage sehe.

 

RG / dpa

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