Mi., 14.05.2014 , 11:17 Uhr

Selbstmordversuch in der Zelle

In der Nacht vor Beginn seines Missbrauchsprozesses vor dem Münchner Landgericht hat ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Caritas in der Untersuchungshaft einen Selbstmordversuch unternommen. Der Mann wurde am Mittwoch im Krankenhaus behandelt, der Prozess wurde vertagt, wie der Vorsitzende Richter mitteilte.

 

Der 47-Jährige war am Morgen mit aufgeschnittenen Pulsadern in seiner Zelle gefunden und in eine Klinik gebracht worden. Der Mann hatte in einer Fahrradwerkstatt der Caritas für Kinder und Jugendliche gearbeitet. Er soll von Januar 2013 bis zu seiner Festnahme im vergangenen Juli kleine Buben mit Getränken und Süßigkeiten außerhalb der Öffnungszeiten in die Werkstatt gelockt und sie missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 20 Übergriffe an vier Buben vor, von denen der Jüngste erst fünf Jahre alt war. In seiner Wohnung wurden 641 kinderpornografische Bild- und Videodateien gefunden. Gegen den Mann wird voraussichtlich an vier Tagen verhandelt.

 

 

jn / dpa

Caritas Missbrauch Prozess

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