Mi., 02.03.2016 , 09:55 Uhr

Wird der Traum vom Tunnel unter dem Englischen Garten doch wahr?

Noch im November klangen die Kommentare aus dem Rathaus und der Staatskanzlei bezüglich des Tunnels sehr negativ. Nun hat sich die Lage aber geändert. Das Projekt geht weiter.

 

Umfragen zufolge würden mehr als 80 Prozent der Münchner gerne den Mittleren Ring unter den Englischen Garten verlegen. Der Autolärm wäre somit eingedämmt und auch sonst spräche viel für den Tunnel. Nur die Stadt und der Freistaat müssten sich noch klar zu dem Projekt bekennen. Bis jetzt blieb diese Bekennung jedoch eher symbolisch als klar. Politiker schwärmen von dem charmanten Projekt. Geht es jedoch um die konkrete Finanzierung, werden die Stimmen leiser. Deshalb schien das Projekt im November in Richtung Abgrund zu steuern.
 
Von der Staatskanzlei hieß es damals, dass eine ernsthafte finanzielle Beteiligug nicht geplant sei. Es wurde berichtet, dass man das Projekt gar nicht fördern könne, da die Stadt es nicht für zwingend notwendig halte. Dieses Statement wurde vom Rathaus als das Ende einer schönen Idee interpretiert, denn ohne den Freistaat sei nicht mehr an eine Realisierung zu denken.
 


 

Stadt-Spitze trieb das Projekt unbemerkt weiter

 
Die Stadt-Spitze um Bürgermeister Josef Schmid und Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, das Projekt weiterbetrieben. Reiter habe Schmid den Auftrag gegeben, mit der Bundesregierung über das „charmante Projekt“ zu reden. Offensichtlich waren diese Gespräche gut gelaufen, denn Schmid berichtete, er habe mit Verkehrsminister Joachim Herrmann, Finanzminister Markus Söder und mit Kultusminister Ludwig Spaenle gesprochen.
 
Markus Söder ist im Kabinett für den Englischen Garten, der dem Freistaat gehört, zuständig. Söder ist ein Unterstützer der Tunnel-Idee, was sich auch schon zeigte, als er zu Fototerminen in den Park kam, um sich für das Projekt auszusprechen. Laut einer Sprecherin soll er ein großer Fan des Projekts sein und sogar die Oberflächengestaltung finanzieren wollen. Ein Konzept ist derzeit in Bearbeitung.
 
Die größten Kosten fallen jedoch für den Tunnelbau selbst an. Die enormen Kosten des Mammutprojekts werden auf 70 – 120 Millionen Euro geschätzt. Dennoch ist Bürgermeister Schmid optimistisch. Wie der Merkur berichtete, sei er beim Freistaat auf positive Resonanz gestoßen und das Projekt werde intensiv geprüft.

Englischer Garten Mittlerer Ring Tunnel

Das könnte Dich auch interessieren

16.04.2026 Was ändert sich mit dem neuen SCHUFA-Score? Seit dem 17. März wird im SCHUFA-Account statt eines Prozentwertes ein dreistelliger Punktestand angezeigt. Die SCHUFAHolding AG hat an diesem Datum den bisher gültigen Basisscore eingestellt und durch den sogenannten NextGen Score 1.0 ersetzt. Wer wie die meisten an den 97,5-Prozent-Wert gewöhnt ist, fragt sich jetzt vermutlich, ob 812 Punkte gut oder nur mittelmäßig sind. 09.04.2026 Die schönsten Camperrouten rund um München für ein Wochenende München liegt in einer Region, die wie geschaffen ist für kurze Roadtrips mit dem Camper. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Seen, Alpenpässe und kleine Orte mit traditioneller Architektur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, das Wochenende im eigenen Tempo zu verbringen und spontan neue Orte zu entdecken. Wer einmal mit dem Camper unterwegs 07.04.2026 Qualitätssicherung bei legalen Cannabisprodukten und welche Prüfkriterien wirklich zählen Qualitätsfragen bestimmen zunehmend den legalen Markt für Cannabisprodukte, insbesondere da Verbraucherinnen und Verbraucher nach nachvollziehbaren Sicherheitsstandards verlangen. Wer über Cannabis kaufen nachdenkt, steht vor der Aufgabe, die jeweiligen Angebote hinsichtlich Reinheit, Herkunft und Kennzeichnung zu prüfen – am besten anhand von objektiven Kriterien und mit Vergleichsmöglichkeiten wie sie Hanfify durch geprüfte Partner-Shops, Übersicht der Kategorien 27.03.2026 Der große Ratgeber: Welche Zusatzversicherungen für Münchner wirklich sinnvoll sind Die bayerische Landeshauptstadt bietet eine hervorragende medizinische Infrastruktur, doch die gesetzlichen Krankenkassen decken längst nicht alle anfallenden Kosten ab. Wer auf hochwertige Behandlungen und modernste Therapien Wert legt, muss oft tief in die eigene Tasche greifen. Genau hier setzt eine durchdachte Planung an. Das Thema Gesundheitsvorsorge in München: Diese Zusatzversicherungen lohnen sich, rückt daher immer