Di., 24.11.2015 , 09:55 Uhr

Rehkitz nach Unfall wieder ausgewildert

Nachdem das etwa zehn Wochen alte Rehkitz „Fiepsi“ angefahren wurde, zieht ein Jäger es per Hand groß. Heute lebt Fiepsi wieder in freier Wildbahn – und hat auch schon Anschluss gefunden.

 

 

Schönmühl: Am 27. Mai war ein 36-jähriger Tiroler von Bichl Richtung Penzberg unterwegs, als plötzlich ein Rehkitz aus einem Wald direkt vor sein Auto lief. Da der 36-Jährige umgehend eine Vollbremsung einleitete und nach rechts auswich, wurde das Rehkitz nur am Hinterlauf verletzt. Anschließend hob der Fahrer das Kitz von der Straße und setzte es am Waldrand ab, jedoch lief es nicht wieder zurück in den Wald.

 

Der Tiroler alarmierte die Polizei, welche daraufhin das verletzte Reh zu einem Tierarzt in Penzberg fuhr. Dieser stellte fest, dass es sich nur um eine oberflächliche Verletzung am Hinterlauf handelte. Nachdem er diese versorgt und dem Kitz Antibiotika gespritzt hatte, wurde es dem zuständigen Jagdpächter übergeben.

 

 

Der Jagdpächter zog das etwa zehn Wochen alte und ein Kilogramm schwere Rehkitz in den folgenden sechs Monaten von Hand auf. Seine Kinder taufen das Tier liebevoll auf den Namen „Fiepsi“. Vorletzte Woche wurde Fiepsi schließlich vom Jäger wieder in die freie Wildbahn entlassen. Wie von ihm anschließend beobachtet hat sich der junge Rehbock bereits wieder einigen Artgenossen angeschlossen.

 

 

 

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