Mo., 14.03.2016 , 12:34 Uhr

Zu wenige Organspender in Bayern - Bündnis soll Werbung machen

In Bayern gibt es zu wenige Organspender. Im vergangenen Jahr standen im Freistaat über 1.500 Menschen auf der Warteliste für ein Organ. Künftig soll sich ein breites Netzwerk für mehr Spenden einsetzen.

 

In Bayern fehlen Organspender. Viel zu wenige Menschen seien bereit, nach ihrem Tod ihre Organe zu spenden, teilte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag mit. Zwar habe es im vergangenen Jahr 139 Organspender im Freistaat gegeben – doch mehr als 1500 Menschen standen auf der Warteliste für eine Niere, eine Leber oder ein anderes Organ. Deshalb soll sich künftig ein Netzwerk namens „Bündnis Organspende Bayern“ für eine Kultur der Organspende einzusetzen.

 

 

Trotz der zuletzt leicht gestiegenen Zahl an Spendern sei es wichtig, sich gesamtgesellschaftlich für Organspenden einzusetzen, betonte Huml bei der Vorstellung des Bündnisses. Es soll die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren und die Menschen dazu bringen, einen Organspendeausweis auszufüllen. „Ein ausgefüllter Organspendeausweis ist mehr als ein bloßes Stück Papier“, sagte Huml. „Wer zu Lebzeiten eine klare Entscheidung trifft und diese dokumentiert, entlastet auch seine Angehörigen in sehr schweren Stunden.“ Entsprechende Vordrucke gibt es beim Hausarzt, bei den Krankenkassen und im Internet zum Ausdrucken.

 

 

Dem Bündnis gehören mehr als 60 Organisationen an, darunter gesundheitspolitische Institutionen, Kirchen, Sozialverbände und Vertreter der Medien.

 

(dpa/lby)

Bündnis CSU Huml Organspender Spenden

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