Mo., 10.12.2018 , 11:31 Uhr

70 Jahre Menschenrechte - München feiert Jubiläum

Zum siebzigsten Mal jährt sich am 10. Dezember der Internationale Tag der Menschenrechte. Er ist ein Tag zum Gedenken an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10.12.1948 von der Generalversammlung der Vereinigten Nationen in Paris verabschiedet wurde.

 

Bereits kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs legten die Vereinten Nationen einen Katalog von Grundrechten fest, der für alle Menschen gleichermaßen gelten sollte. Unabhängig vom Geschlecht, der Nationalität, der politischen Überzeugung sowie der Religion der Menschen. Erst achtzehn Jahre später haben sich die Grundsätze zu einem völkerrechtlichen Menschenrechtsabkommen auf globaler Ebene entwickelt.

 

Dennoch: bis heute kommt es weltweit zu Menschenrechtsverletzungen. Auch in München sind die Menschenrechte nicht für alle gewährleistet: das Recht auf gute Arbeit, eine angemessene Bezahlung, das Recht auf Wohnen sowie auf Bildung haben nicht alle Münchnerinnen und Münchner.

Das Jubiläumsjahr ist ein besonderer Anlass, um die Menschenrechte zu feiern sowie auf die immer noch stattfindenden Verletzungen aufmerksam zu machen.

 

Im Zuge des Jubiläums findet die Aktionswoche „Münchner Tage der Menschenrechte“ 2018 bereits zum dritten Mal statt. Ziel ist es, durch Veranstaltungen und Aktionen bewusst zu machen, inwieweit Menschenrechte weltweit aber auch in Deutschland verletzt werden. Außerdem wird gezeigt, wie sich Münchnerinnen und Münchner konkret für die Durchsetzung der Menschenrechte einsetzen.

Das Angebot umfasst Ausstellungen, Filme, Vorträge, Kinderprogramme sowie Straßenaktionen und Veranstaltungen. Hier eine kleine Auswahl aus dem Programm:

 

Tollwood erstrahlt blau

 

Um ein Zeichen für die Menschenrechte zu setzen, lassen Städte auf der ganzen Welt ihre Wahrzeichen in blauem Licht erleuchten: Die Paulskirche in Frankfurt, der CN Tower in Toronto, das Empire State Building in New York und die State Libary in Sydney sind nur einige Beispiele. Auch das Tollwood in München setzt ein Zeichen. Am Montagabend werden alle Zelte auf dem Winterfestival in Blau erstrahlen.

 

Ausstellung „Kindersoldat*innen – Krieg statt Kindheit“

 

Weltweit werden in 40 Ländern immer noch mehr als 250.000 Jungen und Mädchen als Kindersoldaten eingesetzt. Die Kinder und Jugendlichen werden gezwungen Menschen zu töten und erleben täglich Grausamkeit.

 

Im EineWeltHaus München findet am Internationalen Tag der Menschenrechte eine Sonderführung der Ausstellung „Kindersoldat*innen – Krieg statt Kindheit“ statt. Die Ausstellung informiert über die Problematik und stellt das Schicksal einiger Kindersoldaten und –soldatinnen vor.

 

Außerdem findet dort auch die „Rote-Hand-Aktion“ statt, eine weltweite Protestbewegung gegen den Einsatz von Kindersoldaten. An der Aktion Rote Hand beteiligten sich schon Hunderttausende auf der ganzen Welt, vor allem Kinder und Jugendliche.

 

Lange Nacht des Menschenrechts-Filmpreises

 

Seit 1998 wird der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis am 10. Dezember in Nürnberg verliehen. Alle zwei Jahre werden bis zu 450 Filme eingereicht. Verschiedene preisgekrönte Filme werden dann im deutschsprachigen Raum gezeigt.

Am Mittwoch, den 12. Dezember 2018 kommt die Tour nach München. Ab 19:00 Uhr werden die renommiertesten Filme in der Hochschule für Film und Fernsehen gezeigt.

 

ed

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