Mo., 18.05.2015 , 11:01 Uhr

Bayern will Sieg zur Meisterfeier - Freiburgs "absolute Befreiung"

Kaum jemand ist im Abstiegskampf so zäh wie der SC Freiburg. Das erlebte am Samstag auch der FC Bayern, der die letzten 90 Minuten dieser schwierigen Saison herbeiwünscht – danach soll die Meisterschaft gebührend gefeiert werden.

 

Die Bayern sehnen den Urlaub vorbei, aber einmal soll unbedingt noch gesiegt werden: Am letzten Spieltag gegen Mainz. „Jetzt zelebrieren wir unsere Meisterschaft am nächsten Wochenende, dann geht es in Urlaub und nächste Saison weiter“, erklärte Pep Guardiola nach dem 1:2 beim SC Freiburg und wandte sich an geschlauchten Gegner-Trainer Christian Streich. „Ich gratuliere dir, Christian, und deiner Mannschaft zum Sieg. Ich hoffe, Freiburg kann in der Liga bleiben.“ Streich dankte nach dem so wichtigen Spiel auf dem Weg zum Klassenverbleib postwendend. „Vielen Dank, Pep. Ich hoffe auch, dass ich nochmal gegen dich spielen darf.“

 

Als der ehemalige Bayern-Stürmer Nils Petersen zwei Minuten nach seiner Einwechslung das großartige Zuspiel von Karim Guédé zum 2:1 (88.) verwandelte, erlebte das mit 23 900 Zuschauern ausverkaufte Schwarzwaldstadion eine emotionale Explosion. Der Torschütze – mit beachtlichen acht Treffern in nur elf Spielen – sprach von einer „absoluten Befreiung“. Und das gegen Bayern mit einer „überragenden Aufstellung“, so Petersen.

 

Christian Streich stürzte nach dem Abpfiff in Richtung Kabine, doch es gab kein Durchkommen für den ausgeflippten Trainer des SC Freiburg. So ruderte der 49-Jährige wild mit den Armen, verlor doch das Gleichgewicht und sank danieder. Unversehrt und wieder gefasst tauchte Streich später vor den Kameras auf – „nix passiert“. Auch seine Mannschaft hatte sich im nervenaufreibenden Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga immer wieder berappelt und mit dem Coup gegen Meister München am Samstag selbst belohnt. „Als wir am Boden lagen, sind wir aufgestanden. Jetzt dürfen wir nicht anfangen zu spinnen und zu fliegen“, warnte Streich.

 

Vier Tage nach dem Champions-League-Aus gegen den FC Barcelona nutzten die Bayern ihre spielerische Klasse und Überlegenheit nicht. In den ersten 20 Minuten spielten die Münchner den Sportklub her, dass deren Anhängern Angst und Bange wurde. Bastian Schweinsteiger erzielte in seinem 500. Pflichtspiel für die Bayern die Führung der Gäste in der 13. Minute. Ein Ballverlust des Nationalmannschaftskapitäns führte dann zum überraschenden 1:1 durch Admir Mehmedi (33.).

Guten Morgen, #FCBayern-Fans. Wir starten in den Sonntag mit den Impressionen zu #SCFFCB auf http://t.co/QsNS7rtuyL. pic.twitter.com/2EgaIor68G

— FC Bayern München (@FCBayern) 17. Mai 2015

Freiburg kämpft bis zum Umfallen und wird belohnt

 

In der 57. Minute tobte das ganze Stadion, als Rafinha den einschussbereiten Mehmedi am Trikot zog und Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) den Breisgauern einen klaren Elfmeter verweigerte. Sechs Mal hatten die Freiburger in dieser Saison nach der 87. Minute noch einen Treffer kassiert. An diesem Tag schlugen die Abstiegskampfspezialisten selbst zu. „Wir müssen einfach besseren Fußball spielen als heute. Dafür müssen wir uns bei unseren Fans entschuldigen“, meinte Münchens Abwehrchef Jérôme Boateng“. „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen, das darf nicht passieren.“

 

Dass der 25-fache Meister das Ende einer schwierigen Spielzeit herbeisehnt, war nicht zu übersehen. Fast nichts zu sehen war von Robert Lewandowski, der mit seinen 16 Treffern im Kampf um die Torjägerkanone den Rückstand auf Frankfurts verletzten Alex Meier (19) nicht verringern konnte. „An Bayern ist immer die Erwartung, dass wir gewinnen. Egal wie viele Punkte wir haben, egal welcher Platz, egal wo. Wir müssen im letzten Spiel Gas geben und gewinnen“, forderte der polnische Nationalstürmer.

 

„Freiburg wollte mehr und hat mehr Kampf gezeigt, um zu gewinnen“, räumte Bayern-Trainer Guardiola nach der dritten Bundesliga-Niederlage der Bayern nacheinander ein. So etwas hatte es 1998 zuletzt gegeben.

 

Rico Güttich / dpa

Bundesliga FC Bayern München FCB Rekordmeister sc freiburg scf

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 21.04.2026 Der Weg zur Wunschfigur in München: Ein Leitfaden zu Methoden, Kosten und Klinikwahl bei der Liposuktion Hartnäckige Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln können frustrierend sein, besonders wenn sie sich trotz disziplinierter Ernährung und regelmäßigem Sport hartnäckig halten. Für viele Menschen in München stellt sich dann die Frage nach alternativen Lösungen. Die Liposuktion, umgangssprachlich als Fettabsaugung bekannt, ist ein chirurgischer Eingriff zur gezielten Formung der Körperkontur, nicht zur Gewichtsreduktion. Sie entfernt 20.04.2026 Mitmachen und gewinnen - Fit-Amino! Fit-Amino und münchen.tv verlosen ein Monatspaket „Fit-Amino Wiederholungskomfort“ im Wert von rund 50 €! Das steckt drin: – 32 Portionsbeutel in praktischer Pulverform – Hochwertige Aminosäuren: L-Arginin, L-Glutamin, L-Lysin, L-Pidolat – Mit Vitamin C – für normalen Energiestoffwechsel, normale Knochen und Knorpel – 100 % vegan, glutenfrei, halal, koscher Einfach in Wasser auflösen, trinken, fertig 16.04.2026 Was ändert sich mit dem neuen SCHUFA-Score? Seit dem 17. März wird im SCHUFA-Account statt eines Prozentwertes ein dreistelliger Punktestand angezeigt. Die SCHUFAHolding AG hat an diesem Datum den bisher gültigen Basisscore eingestellt und durch den sogenannten NextGen Score 1.0 ersetzt. Wer wie die meisten an den 97,5-Prozent-Wert gewöhnt ist, fragt sich jetzt vermutlich, ob 812 Punkte gut oder nur mittelmäßig sind.