Do., 26.02.2015 , 14:31 Uhr

CSU lehnt Integrationsgesetz für Bayern ab

Braucht Bayern ein Integrationsgesetz? Einwanderer sind im Schnitt häufiger arbeitslos und häufiger arm als die Mehrheitsbevölkerung. Die CSU glaubt aber nicht, dass ein neues Gesetz das geeignete Gegenmittel wäre.

 

Die CSU lehnt ein Integrationsgesetz für Einwanderer in Bayern ab. Der Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer brachte am Donnerstag bei der ersten Lesung des SPD-Gesetzentwurfs die Bedenken vor. So bezweifelt die CSU, dass ein Integrationsgesetz der Integration wirklich dienlich wäre: «Berlin und Nordrhein-Westfalen haben Integrationsgesetze», sagte Neumeyer. «Ich habe nicht das Gefühl, dass die Integration dort besser läuft.»

 

Neumeyer äußerte außerdem die Befürchtung, das einzelne Teile des Gesetzes ein «Verwaltungsmonster» an neuer Bürokratie verursachen würden. Neumeyer hatte in der Vergangenheit allerdings selbst für ein Integrationsgesetz plädiert, sich aber der Mehrheitsmeinung der CSU gebeugt.

 

SPD schlägt unabhängigen Integrationsbeauftragten vor

 

Die SPD will mit ihrem Entwurf die Bildungs- und Teilhabechancen der Einwanderer und deren Kinder verbessern. So ist das Armutsrisiko für Immigranten im Freistaat laut den amtlichen Statistiken doppelt so hoch wie für die einheimische Bevölkerungsmehrheit. «Wir haben in manchen Schulen einen Anteil von 60 bis 70 Prozent Kindern mit Migrationshintergrund», sagte der SPD-Abgeordnete Arif Tasdelen. Die CSU lasse jedoch Lehrer und Schüler mit dieser Herausforderung im Stich.

 

Die Sozialdemokraten schlagen unter anderem vor, einen von der Staatsregierung unabhängigen Integrationsbeauftragten einzusetzen. Dieser soll jährlich über die Lage von Einwanderern in Bayern berichten und Verbesserungsvorschläge machen.

 

CSU-Mann Neumeyer ist zwar Integrationsbeauftragter, aber nicht von der Staatsregierung unabhängig. «Wenn Sie unabhängig wären, dürften Sie nicht für die CSU reden», sagte der Freie Wähler Hans Jürgen Fahn anschließend. Sowohl die Freien Wähler als auch die Grünen befürworten ein Integrationsgesetz. «Die vielen Beispiele gut gelebter Integration können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es erhebliche Defizite gibt», sagte die Grünen-Politikerin Christine Kamm.

 

make/dpa

Asyl CSU integrationsgesetz migranten SPD

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 21.04.2026 Der Weg zur Wunschfigur in München: Ein Leitfaden zu Methoden, Kosten und Klinikwahl bei der Liposuktion Hartnäckige Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln können frustrierend sein, besonders wenn sie sich trotz disziplinierter Ernährung und regelmäßigem Sport hartnäckig halten. Für viele Menschen in München stellt sich dann die Frage nach alternativen Lösungen. Die Liposuktion, umgangssprachlich als Fettabsaugung bekannt, ist ein chirurgischer Eingriff zur gezielten Formung der Körperkontur, nicht zur Gewichtsreduktion. Sie entfernt 20.04.2026 Mitmachen und gewinnen - Fit-Amino! Fit-Amino und münchen.tv verlosen ein Monatspaket „Fit-Amino Wiederholungskomfort“ im Wert von rund 50 €! Das steckt drin: – 32 Portionsbeutel in praktischer Pulverform – Hochwertige Aminosäuren: L-Arginin, L-Glutamin, L-Lysin, L-Pidolat – Mit Vitamin C – für normalen Energiestoffwechsel, normale Knochen und Knorpel – 100 % vegan, glutenfrei, halal, koscher Einfach in Wasser auflösen, trinken, fertig 16.04.2026 Was ändert sich mit dem neuen SCHUFA-Score? Seit dem 17. März wird im SCHUFA-Account statt eines Prozentwertes ein dreistelliger Punktestand angezeigt. Die SCHUFAHolding AG hat an diesem Datum den bisher gültigen Basisscore eingestellt und durch den sogenannten NextGen Score 1.0 ersetzt. Wer wie die meisten an den 97,5-Prozent-Wert gewöhnt ist, fragt sich jetzt vermutlich, ob 812 Punkte gut oder nur mittelmäßig sind.