Mi., 20.07.2016 , 13:23 Uhr

Durchsuchung wegen Volksverhetzung: Waffen bei Rassisten gefunden

Bei der Durchsuchung der Wohnung eines 58-jährigen Münchners fand die Polizei zahlreiche illegale Waffen. Grund für die Durchsuchung war der Verdacht der Volksverhetzung über soziale Medien gewesen.

 

Obergiesing – Am Dienstag (19.07.2016) wurde gegen 6:00 Uhr die Wohnung eines 58 Jahre alten Münchners durchsucht, da er sich über soziale Medien mehrfach in einer Form geäußert hatte, die nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft München I den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllte. Im Internet habe der Mann seine rechtsradikalen und rassistischen Äußerungen verbreitet.

 

Im Rahmen dieser Suche fand man diverse Beweismittel wie EDV- und Kommunikationsgräte. Zusätzlich konnten allerdings noch einige weitere Gegenstände als sogenannter Zufallsfund entdeckt und sichergestellt werden. Dabei handelt es sich vor allem um nach dem Gesetz in Deutschland illegale Waffen. So fanden die Beamten zahlreiche Messer, Samurai-Schwerter, Dolche, Elektroschockgeräte, Schlagringe, Schlagstöcke, eine Armbrust, Pfeil und Bogen, verschiedene Vorderladergewehre und Pistolen, mehrere Druckluft- und Schreckschusspistolen, zwei vermutlich funktionsfähige Langwaffen und entsprechende Munition.

 

Das war aber noch nicht genug. Die Beamten entdeckten außerdem eine selbstgefertigte Schusswaffe, die samt Munition griffbereit direkt neben der Eingangstür versteckt worden war. Gegen den 58-Jährigen werden nun von der Kriminalpolizei Ermittlungen wegen Volksverhetzung, Beleidigung und zahlreichen Verstößen nach dem Waffengesetz eingeleitet.

 

Erst letzte Woche hat Bayerns Innenminister Herrmann derartigen Hasskommentaren im Internet den Kampf angesagt. Im ganzen Freistaat kam es daraufhin zu groß angelegten Durchsuchungsaktionen. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.

 

Polizei/jl

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