Di., 07.08.2018 , 08:53 Uhr

Fische durch Hitze bedroht - Deininger Weiher zwischenzeitlich gesperrt

Hohe Temperaturen schaden Fischen in den Gewässern. Einwirkungen durch den Menschen steigern die Wassertemperatur zusätzlich. Der Landesfischereiverband will ein Frühwarnsystem.

 

München – Die extreme Hitze und der Wassermangel in vielen Gewässern setzen auch in Bayern den Fischen zu. Noch gibt es zwar kein großes Fischsterben wie im Hochrhein, wo am Wochenende eine Tonne toter Fische aus dem Wasser geholt wurde. Trotzdem fordert der Landesfischereiverband Bayern (LFV) Maßnahmen, um die Fische zu schützen.

 

Wie der LFV mitteilte, werden dieses Jahr in vielen Gewässern neue Höchsttemperaturen von bis zu 25 Grad gemessen. Dadurch steige die Gefahr, dass Fische von schädlichen Parasiten befallen werden. Gleichzeitig gehe der verfügbare Sauerstoff im Wasser zurück, was das Leben vieler Fische bedrohe.

 

Deswegen wälzt beispielsweise im Deininger Weiher bei München eine große Pumpe das Wasser um. So kann der See wieder mit Sauerstoff angereichert werden. Wegen der Arbeiten sind Teile des Ostufers laut Landratsamt München voraussichtlich bis Freitag gesperrt.

 

Durch den Klimawandel kommt es den Angaben nach in Zukunft voraussichtlich häufiger zu besonders heißen Sommern, was vor allem kälteliebenden Arten, wie der gefährdeten Seeforelle, der Äsche und dem Huchen zusetzt.

 

Hinzu kommen vom Menschen gemachte Einflüsse: „Die zahllosen Wehre und Wasserkraftwerke verschlimmern die Situation“, sagte Albert Göttle, Präsident des LFV in Bayern. Sie verlangsamten die Fließgeschwindigkeit, wodurch sich das Wasser noch stärker erwärmt. Dann komme noch die Wärme, die von Kohle- und Atomkraftwerken in die Flüsse geleitet wird. So werde es für die Fische gefährlich.

 

Zusätzlich zweigen manche Kraftwerke für die Stromerzeugung Wasser aus dem ursprünglichen Flussbett ab. Dadurch verringert sich die Wassermenge im Fluss. Bleibt dann der Regen aus, steigen die Temperaturen stark an und die Situation wird laut LFV dramatisch.

 

Der Fischereiverband fordert deshalb ein Frühwarnsystem nach österreichischem Vorbild. Dadurch könnten Kraftwerke schneller reagieren und wieder mehr Wasser in das ursprüngliche Flussbett leiten, wenn steigende Temperaturen gemessen werden. Außerdem müssten Flüsse und Bäche zum Schutz der Fische wieder natürlicher werden.

 

Der LFV ist die Dachorganisation der bayerischen Angel- und Berufsfischer. Er gilt nach dem Bundesnaturschutzgesetz als Naturschutzverband.

 

dpa

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