Di., 08.03.2016 , 10:18 Uhr

Helfer von Bad Aibling gewürdigt - "Verneige mich vor Ihnen"

Hunderte von ihnen haben vor einem Monat beim Zugunglück von Bad Aibling geholfen. Nun gab es für die Helfer einen Gottesdienst und einen Empfang in der Residenz. Auch sie müssen das Geschehene verarbeiten – wie die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer.

 

Eine Kerze für die Toten, rote Rosen für die Überlebenden: Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben die katholische und die evangelische Kirche am Montagabend im Münchner Liebfrauendom den Einsatz der Helfer beim Zugunglück von Bad Aibling gewürdigt und an die Opfer erinnert. Hunderte Helfer unter anderem von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Bergwacht und Kriseninterventionsteams nahmen anschließend an einem Empfang von Ministerpräsident Horst Seehofer und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (beide CSU) teil.

 

„Ich verneige mich vor Ihnen im Namen des Freistaats Bayern. Bayern ist stolz auf Sie“, sagte Seehofer. „Der 9. Februar war ein Schock und ist ein Schock für unser ganzes Land.“ Worte könnten das Unfassbare nicht fassbar machen. „Als Helfer stellten Sie sich dem Unfassbaren entgegen.“

 

Stamm sagte, die Helfer hätten das Menschenmögliche getan, um in diesen schlimmen Stunden zu helfen. „Sie sind bis an Ihre Grenzen gegangen und auch darüber hinaus.“

 

 

Bei der ökumenischen Feier im Dom sprach Prälat Lorenz Wolf von einem grandiosen Zeichen dafür, „dass es in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die fähig sind, in solch grausamen Unglückssituationen zusammenzuhalten.“ Wolf betonte: „Für mich sind Sie würdige Vorbilder für unsere Zeit und für unsere Gesellschaft, die Menschen wie Sie dringend braucht.“ Wolf erinnerte auch an die Opfer und deren Angehörige. Bei dem Zusammenstoß zweier Regionalzüge am Faschingsdienstag waren elf Menschen getötet und mehr als 85 teilweise lebensgefährlich verletzt worden.

 

Die Regionalbischöfin für München und Oberbayern, Susanne Breit-Keßler sagte, täglich gebe es Anlass zum Dank an die Helfer von Polizei und Feuerwehr, von Berg- und Wasserwacht, von Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz, von Kriseninterventionsteams und Notfallseelsorge. Auch sie müssten das Erlebte verarbeiten. Sie forderte mehr Beistand und Anerkennung für die Rettungskräfte. „Diese Gesellschaft braucht wieder Respekt vor den Menschen, die ihren Kopf hinhalten, manchmal ihr Leben einsetzen, um uns anderen zu helfen“, sagte Breit-Keßler mit Blick auf jene Fälle, in denen etwa Sanitäter während ihres Einsatzes angepöbelt oder gar niedergeschlagen werden.

 

An der ökumenischen Feier nahmen neben Vertretern der Staatsregierung und des Landtags auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bahnchef Rüdiger Grube teil. Auch der Bad Aiblinger Bürgermeister Felix Schwaller und der Rosenheimer Landrat Wolfgang Berthaler (beide CSU) waren in den Dom gekommen.

 

rg / dpa

Bad Aibling Tod Tot Unfall Zugunglück

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei