Mi., 25.05.2016 , 13:33 Uhr

Maisach: Mann wegen Tötung von Lebensgefährtin in Haft - bereits drittes Opfer

Maisach – Die am Dienstag tot im oberbayerischen Maisach (Landkreis Fürstenfeldbruck) gefundene 67-Jährige ist bereits das dritte Todesopfer ihres Partners – und wusste von dessen früheren Gewalttaten.

 

Ihr neuer Freund war nämlich erst vor einem Jahr aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden. Er hatte im Jahr 2000 seine damalige Lebengefährtin erwürgt – und 1994 in einer Bar einen Mann niedergeschlagen, der an den Folgen der Verletzungen starb. Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte.

 

Noch früher gab es zudem ein weiteres Opfer, das aber nicht starb: 1989 hatte der Mann laut Steinkraus-Koch bei einer Schlägerei in einer Bar einen Mann verletzt und war zu einer Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.

 

Die Polizei selbst habe die neue Lebensgefährtin über die Vergangenheit des Mannes informiert, sagte Steinkraus-Koch. «Nachdem er angeben hatte, er wolle es ihr nicht sagen, hatte die Polizei die Frau angesprochen und darauf hingewiesen.» Aus Sicherheitsgründen: Der Mann war erst vor etwa einem Jahr aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden, nachdem ihn ein psychiatrischer Gutachter als nicht mehr gefährlich eingestuft hatte. Das Landgericht München I hatte aber für fünf Jahre Führungsaufsicht angeordnet. Eine Aufsichtsstelle überwacht dann das Verhalten des Verurteilten, der zudem einen Bewährungshelfer hat.

 

Der 65-Jährige hatte sich am Montag bei einem Rechtsanwalt gemeldet und diesem offenbart, er habe seine Partnerin getötet. Gegen den Mann wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen.

 

(dpa/lby)

Maisach Mörder

Das könnte Dich auch interessieren

20.09.2026 Alessandro sucht - Tag 1 - Der Frühaufsteher   16.09.2026 Langzeitpraktikant*in Redaktion in Vollzeit 40h/Woche 09.09.2026 Sommer-Staycation in Bayern 2027. Warum die Airbnb-Geschenkkarte zum flexiblen Reisegutschein wird Der späte Start hat einen Vorteil, den viele erst auf den zweiten Blick sehen. Während in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Ende August die Schule wieder läuft, haben bayerische Familien noch zwei volle Ferienwochen vor sich. Wer diese zweite Hälfte nutzt, findet an Chiemsee, Tegernsee oder Bodensee spürbar mehr Ruhe und häufig auch günstigere Unterkünfte als im 04.09.2026 B2B-Marketing zur Wiesn: Wie Unternehmen das Oktoberfest 2026 strategisch nutzen Der September 2026 steht in München und weit über die Stadtgrenzen hinaus wieder ganz im Zeichen der bayerischen Tradition. Für Unternehmen bietet diese Zeit eine hervorragende Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen abseits des klassischen Büroalltags zu pflegen und zu vertiefen. Das größte Volksfest der Welt ist nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein idealer