Mi., 24.10.2018 , 16:10 Uhr

Mietpreisbremse beschäftigt Münchner Gericht

München – Muss der Freistaat Bayern wegen Ungenauigkeiten bei der Mietpreisbremse einem Münchner Ehepaar mehrere Hundert Euro Miete erstatten? Diese Frage hat am Mittwoch das Landgericht München I beschäftigt. Einen Beschluss wollen die Richter am 21. November dieses Jahres verkünden.

 

In dem zivilen Rechtsstreit fordert ein Inkassounternehmen wegen ungenauer Kriterien bei der Mietpreisbremse und dessen Umsetzung Schadenersatz vom Freistaat Bayern. Die Mieter, deren Ansprüche das Inkassounternehmen übernommen hat, mieteten nach Kläger-Angaben eine Wohnung für 15,58 Euro pro Quadratmeter statt der ortsüblichen Vergleichsmiete von 10,98 Euro. Weil das Münchner Ehepaar die zu viel gezahlte Miete nach der – inzwischen geänderten – Verordnung zur Mietpreisbremse nicht vom Vermieter zurückfordern könne, solle jetzt der Freistaat zahlen, so der Kläger. Es geht um 731,31 Euro.

 

Die Klägerseite erklärte, die bayerische Mieterschutzverordnung sei nicht ausreichend begründet gewesen, dies gelte unter anderem für die Kriterien für Gebiete mit einer angespannten Mietmarkt- und Wohnungssituation. Die Verordnung, in der auch die Mietpreisbremse geregelt ist, hatte die Staatsregierung erlassen. Das Inkassounternehmen fordert daher vom Freistaat den Schadenersatz.

 

Das Bayerische Justizministerium betonte auf Anfrage, dass die Mietpreisbremse im Freistaat – ungeachtet des Rechtsstreits um den Einzelfall – weiterhin gültig sei. «Derzeit weist die Mieterschutzverordnung 137 bayerische Städte und Gemeinden als Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt aus», erklärte eine Sprecherin. Das Ministerium habe bereits vor einer vorangegangnen Entscheidung des Landgerichts München einen Neuerlass der Verordnung mit neuen Anforderungen und Daten auf den Weg gebracht.

 

Die Richter hatten damals in einer Einzelfallentscheidung entschieden, dass die Mietpreisbremse nicht anwendbar sei. Demnächst soll ein Gutachten neue Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten in Bayern identifizieren, hieß es aus dem Justizministerium

 

dpa

Mietpreisbremse München

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 09.04.2026 Die schönsten Camperrouten rund um München für ein Wochenende München liegt in einer Region, die wie geschaffen ist für kurze Roadtrips mit dem Camper. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Seen, Alpenpässe und kleine Orte mit traditioneller Architektur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, das Wochenende im eigenen Tempo zu verbringen und spontan neue Orte zu entdecken. Wer einmal mit dem Camper unterwegs 18.12.2025 Zahngold verkaufen in München: So holen Sie das Beste aus alten Kronen und Brücken heraus Viele Menschen haben zu Hause noch kleine Döschen mit alten Kronen, Brücken oder Inlays liegen – entweder vom letzten Zahnarztbesuch oder von den Eltern und Großeltern. Was häufig nicht beachtet wird: dass darin ein beachtlicher Wert stecken kann. Zahngold besteht in der Regel aus hochwertigen Edelmetall-Legierungen und kann – richtig verkauft – einen unerwarteten Geldbetrag 13.08.2025 Münchener Klischees widerlegt: Diese 3 Dinge stimmen einfach nicht! Klischee #1: München ist teuer Unbestritten führt München die Liste der teuren Städte in Deutschland an, vor allem wenn es um Wohnungen in der Altstadt, im Lehel oder in Schwabing geht. Quadratmeterpreise von 20 oder 30 Euro sind dort keine Ausnahme, sondern bittere Realität. Doch wer glaubt, das gesamte Stadtgebiet schwimme in einem Ozean aus