Mi., 04.02.2015 , 14:12 Uhr

München: 100 Kilo Hirsch verirrt sich am Flughafen

Einen Einsatz der besonderen Art löste ein freilaufender Hirsch am Dienstag bei Münchner Polizei aus. Das 100 Kilogramm schwere Tier verirrte sich am Flughafen und konnte nach seiner Rettung lebend in die freie Wildbahn zurückgebracht werden.

 

Dienstagnachmittag wurde die Einsatzleitstelle der Landespolizeiinspektion Flughafen von mehreren Bürgern informiert, dass ein freilaufender Hirsch zwischen der AGIP Tankstelle in der Nordallee und der Zentralallee unterwegs ist.

Sofort machten sich zwei Besatzungen der PI Flughafen auf die Suche nach dem Großtier, sicherten die Straßen  und wurden auch bald fündig.

 

Das etwa  fünf Jahre alte und 100 Kilogramm schwere Tier konnte unter „fachkundiger Anweisung“ der Polizeibeamten dazu bewegt werden, in das umzäunte Audi-Fahrertrainingslager zu  laufen.

 

Dort legte sich der sichtlich geschwächte sowie orientierungslose Zehnender zunächst ab und gönnte sich eine kurze, schöpferische Pause. Da er im Gesichtsbereich leicht verletzt war, ansonsten aber scheinbar keine gravierenden Verletzungen davontrug, entschieden sich der Jäger des Flughafens und  die Polizeibeamten, wenn irgend möglich, das Leben des Tieres zu erhalten.

 

Fachkundig wurde der Hirsch mittels einer „Hellabrunner Mischung“ (=Mischung flüssiger Medikamente zur Narkotisierung von Tieren) betäubt und durch Bedienstete der Flughafenfeuerwehr in einen Lkw verladen.

 

 

Hirsch macht von seinem „Aussageverweigerungsrecht“ Gebrauch

 

Mittlerweile eingeleitete „Fahndungsrecherchen“ der Einsatzkräfte führten dazu, dass sich das Großtier, auch wenn es bezüglich seiner Herkunft der Polizei gegenüber von seinem „Aussageverweigerungsrecht“ Gebrauch machte, vermutlich aus einer in den Isarauen angesiedelten Herde  unbemerkt entfernt hatte.

 

Der Hirsch wurde wieder in die freie Wildbahn zurückgebracht und die „Familienzusammenführung“ konnte scheinbar wohlbehalten fortgeführt werden, denn eine spätere Nachschau der beherzten und tierfreudigen Polizeibeamten erbrachte kein negatives Ergebnis.

 

rg / PI Flughafen

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