Do., 09.07.2015 , 15:07 Uhr

München: Mountainbiken im Isartal soll eingeschränkt werden

Die Isarauen südlich von München leiden zunehmend unter der Zunahme an Mountainbikern. Die Stadt München will das mit dem  Projekt „NaturErholung Isartal“ nun einschränken und bestimmte Bereiche sperren.

 

Das Isartal im Süden von München gehört zu den beliebtesten Erholungsorten rund um die Landeshauptstadt. Erholungssuchende, darunter auch viele Mountainbiker, bringen es, laut dem Münchner Rathaus, an „die Grenze der Belastbarkeit“. Mit Förderung des Bayerischen Naturschutzfonds rief die Landeshauptstadt das Projekt „NaturErholung Isartal im Süden von München“ ins Leben.

 

Ende Mai 2015 wurde der Vorschlag, manche Bereich des Isartals für das Mountainbiken zu unterbinden, bereits im Bürgerhaus Pullach diskutiert. Das Konzept sieht vor, Tieren wieder  mehr Rückzugsräume zu bieten. So sollen wichtige Lebensräume als „Ruhezone“ klassifiziert werden. Manche dieser Ruhezonen sollen zum Beispiel die Isarleite zwischen Tierpark und Großhesseloher Brücke, das Umfeld des Naturwaldreservats an der Geuderleite sowie die Altbaumbestände rund um bzw. südlich des Georgensteins werden.

 

 

 

In den betroffenen Bereichen sollen die Freizeitaktivitäten, abseits markierter Wege, eingeschränkt werden. Trotzdem soll es auf weniger kritischen Bereichen extra Mountainbike-Routen auf beiden Seiten der Isar geben. Der beliebte Freizeitsport kann also in Zukunft weiterhin im Isartal ausgeübt werden. Ob der Kompromiss angenommen wird, hängt letztendlich davon ab, in welchem Maße die Bürger davon überzeugt werden können. Aktuell hat man die Möglichkeit die vorgesehen Maßnahmen auf der Projektwebseite zu kommentieren. Der Dialog mit Interessierten im Internet beeinflusst die Umsetzung.

 

 

Voraussichtlich Ende Juli wird es eine weiter Ortsbegehung im Isartal geben, bei der Vertreter von Naturschutz-, aber auch Radsportverbänden dabei sein werden, um letzte Fragen aus dem Weg zu räumen. Falls über den Vorschlag des Lenkungskonzepts abgestimmt wird, müssen noch die Grundeigentümer von der Nutzung als Mountainbikeroute überzeugt werden. Außerdem gilt es einen Verwalter der Route zu finden und Verkehrssicherheitsfragen zu klären. Wenn die zuständigen Gremien, wie der Stadtrat der Landeshauptstadt München, zugestimmt haben, soll das Konzept im Jahr  2016 in Angriff genommen werden.

 

 

(Rathaus München / JH)

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