Mo., 12.05.2014 , 12:02 Uhr

München/Barcelona: Gurlitts Verwandte wollen Kunstfund

Ein in Barcelona lebender Verwandter des verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt zweifelt daran, dass das Kunstmuseum Bern die Sammlung seines Cousins bekommen wird.

Die rund 1500 Kunstwerke, die Cornelius Gurlitt in seiner Schwabinger Wohnung und seinem Haus in Salzburg gehortet hatte, sollen nach dem Willen von Ekkeheart Gurlitt – Fotograf und Lebenskünstler von Beruf, 65 Jahre alt, wohnhaft in Spanien – an den Vater von Cousin Ekkeheart – 94 Jahre alt – gehen.

„Das Testament wurde noch gar nicht eröffnet und dennoch will schon jeder wissen, dass das Kunstmuseum Bern der Erbe sein soll. Es ist die Frage, ob es nicht auch andere Testamente gibt und welches dann gültig ist.“ – sagte Ekkeheart Gurlitt einer Münchner Zeitung.

 

„Ekkeheart“ will Testament sogar rechtlich anfechten

 

Der Cousin hat sich bereits mit einem Anwalt in Verbindung gesetzt und will das offizielle Testament des toten Cornelius Gurlitt notfalls vor Gericht anfechten.

Ekkeheart Gurlitt glaubt nicht, dass es wirklich der Wille seines verstorbenen Verwandten sein konnte, die Kunstsammlung seines Vaters in familienfremde Hände zu geben. Ekkeheart geht sogar davon aus, dass schlicht der Druck, den die Staatsregierung auf den schwer kranken Cornelius Gurlitt ausgeübt hatte, ihn zu dem Schritt bewogen hat.

 

Provenienzforschung läuft weiter

 

Unterdessen untersucht eine Taskforce der Bayerischen Staatsregierung weiter, ob es sich bei einigen der Bilder aus der Sammlung von Cornelius Gurlitt um NS-Raubkunst handelt.

Die Werke können erst dann weiter gegeben werden, wenn vollständig geklärt ist, auf welchen Wegen sie von ihren ursprünglichen Besitzern in die Sammlung nach Schwabing und Salzburg gelangt sind.

adc

 

Entartete gurlitt Kunst Kunstfund Nazi NS raubkunst Schwabinger

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2025 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Auto-Anschlag Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Anschlag in München mit 37 Verletzten übernommen. Die Karlsruher Behörde erklärt das mit der besonderen Bedeutung des Falls und einem möglichen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung.   Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat jetzt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Demonstranten in München mit 14.02.2025 Anlaufstellen für Betroffene und Zeugen Nach dem Anschlag in München am Donnerstag, den 13. Februar 2025, stehen verschiedene Hilfsangebote für Opfer, Angehörige und Trauernde zur Verfügung: Nach dem tragischen Anschlag in München steht der Kriseninterventionsdienst RUF24 der Stiftung AKM bereit, um Betroffenen und lebensbedrohlich verletzten Menschen Unterstützung zu bieten. Das Krisentelefon ist 24-Stunden jederzeit erreichbar: 0157 733 11 110 Außerdem 04.02.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 29.01.2026 Aus Bayern in die Schweiz: Was vor dem Umzug unbedingt zu beachten ist Die Schweiz zieht seit Jahren viele Menschen aus Bayern an. Nähe zur Heimat, attraktive Arbeitsbedingungen und eine hohe Lebensqualität machen den Schritt über die Grenze besonders für Fachkräfte interessant. Gleichzeitig wird der Umzug häufig unterschätzt, denn rechtliche Vorgaben, Fristen und organisatorische Details unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland. Wer unvorbereitet startet, riskiert unnötige Verzögerungen