Mo., 07.03.2016 , 14:41 Uhr

Polizei wegen Feuerkugel über Süddeutschland alarmiert

Es war eine weithin sichtbare Himmels-Feuerkugel. Der erste Anrufer befürchtete einen Zwischenfall im Atomkraftwerk. Dies stellte sich als Fehlalarm heraus. Doch die extrem helle Sternschnuppe verunsicherte auch andere Menschen.

 

Eine besonders helle Sternschnuppe hat in der Nacht zum Montag in Süddeutschland für Aufsehen gesorgt. Mehrere Augenzeugen aus Niederbayern alarmierten die Polizei wegen der Himmelserscheinung. Wie die Universitäts-Sternwarte in München berichtete, handelte es sich um einen Meteor, der von Bayern bis ins Saarland sichtbar gewesen sei.

 

Solch eine Feuerkugel könne häufig beobachtet werden und sei „kein besonderes Ereignis“, sagte Keith Butler von der Sternwarte. Bei solchen Sternschnuppen handele sich um „sehr kleine Steinchen“, die in die Erdatmosphäre eindrängen und das Leuchten verursachten.

 

Eine erste Mitteilung war am Sonntagabend um 22.37 Uhr in der Einsatzzentrale der Polizei in Straubing eingegangen. Da der Zeuge das Himmelsphänomen in der Nähe des Isar-Atomkraftwerks bei Landshut gesehen hatte, nahm die Polizei Kontakt zum Leitstand des Kraftwerks auf und schickte mehrere Streifenwagen los. „Verdächtiges in und um das Kraftwerk konnte allerdings nicht festgestellt werden“, berichtete Polizeisprecher Klaus Pickel.

 

Kurz darauf meldeten sich weitere Zeugen aus dem Landkreis Straubing-Bogen. Sie hatten „einen glühenden Flugkörper, der einen Schweif hinter sich her zog, gesehen“, erklärte Pickel. Auch Polizeibeamte sahen den Meteor.

 

In Österreich wurde der Himmelskörper ebenfalls gesichtet. „Die automatische Meteoritenortungskamera auf der Sternwarte Gahberg hat diese extrem helle Feuerkugel aufgenommen“, berichtete die Sternwarte im Salzkammergut und veröffentlichte das Bild im Internet.

 

Butler vermutet, dass es wegen der besonderen Umstände viele Meldungen zu der Sternschnuppe gegeben habe. Es sei eine relativ klare Nacht gewesen. „Und es war zu einer Zeit, wo viele noch wach sind“, meinte der Forscher.

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