Mi., 22.10.2014 , 11:20 Uhr

Schülerrekord: Bayerische Musikschulen beliebt wie nie

An den bayerischen Musikschulen werden so viele Schüler unterrichtet wie noch nie. Mehr als 180 000 Kinder und Erwachsene besuchen die 218 öffentlichen Musikschulen im Freistaat. «Das ist ein Rekord, so viele hatten wir noch nie», sagte Wolfgang Greth, Geschäftsführer des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen.

 

Zum Vergleich: 2004 waren es noch gut 130 000 Schüler. Grund für die rasante Entwicklung seien zusätzliche Mittel, die der Staat und die Kommunen den Musikschulen zur Verfügung gestellt haben. «Der Bedarf ist da, die Wartelisten sind lang», sagte Greth im Vorfeld des 37. Bayerischen Musikschultags, der an diesem Donnerstag in Memmingen eröffnet wird.

Drei Tage lang steht die Allgäuer Stadt im Zeichen der Musik. Auf dem Programm stehen Konzerte der jungen musikalischen Elite aus den Musikschulen sowie Seminare und Workshops für Mitglieder des Verbands. Zudem ist laut Greth während der Tagung ein intensiver Austausch zu musikpädagogischen und bildungspolitischen Themen geplant.

 

Im Zentrum der Diskussionen soll die Frage stehen, ob der Strukturplan des Verbands deutscher Musikschulen noch zeitgemäß ist. Oder ob sich die Musikschulen in Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen verlaufen und dabei ihre Kernaufgabe vergessen – den Instrumental- und Vokalunterricht sowie die Ensemblearbeit. «Beides ist richtig und wichtig. Das eine darf das andere aber nicht ersetzen», sagte Greth.

 

Feierlicher Höhepunkt der Tagung ist am Freitag die Verleihung der Carl-Orff-Medaille. Die höchste Auszeichnung des Musikschulverbands geht in diesem Jahr an Matthias Pannes, Geschäftsführer des Verbands deutscher Musikschulen. Seit 1980 wird die Medaille an Personen und Institutionen vergeben, die sich um die Musikschulen im Freistaat verdient gemacht haben.

Zum Abschluss des Musikschultags ist am Samstag «Musik in der Stadt» geplant. An verschiedenen Orten in der Memminger Innenstadt wollen Ensembles von Musikschulen aus ganz Schwaben die Stadt zum Klingen bringen.

 

 

jn / dpa

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