Mi., 08.04.2015 , 13:09 Uhr

So soll der neue Münchner Hauptbahnhof aussehen

Das Empfangsgebäude am Hauptbahnhof soll erneuert werden. An dem Neubau-Projekt sind neben der Deutschen Bahn auch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie das Architekturbüro Auer Weber beteiligt.

 

 

Orkantief Niklas legte nicht nur den Zugverkehr lahm, sondern schaffte es auch, dass der Bahnhof selbst gesperrt werden musste, da sich einige Glasscheiben aus der Dachkonstruktion lösten und so zu Boden rasten.

 

Nun sollen zumindest das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs und der Starnberger Flügelbahnhof vollkommen neu gestaltet werden. Die Gleishalle dagegen wird nur saniert, sie steht unter Denkmalschutz.

 

Die DB Station & Service AG hat gemeinsam mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung alles Nötige dafür getan, um die Planung einer neuen Empfangshalle am Hauptbahnhof weiterzuentwickeln.

 

 

Schon nächste Woche, am 15. April, wird eine entsprechende Beschlussvorlage mit dem derzeitigen Planungsstand in den Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung eingebracht werden. Die ursprünglichen Pläne des Architekturbüros Auer Weber wurden dabei nur geringfügig verändert.

 

Verbindung mit 2. Stammstrecke

 

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter freute sich über den Beschluss: „Mit dem vorgelegten Konzept für das Empfangsgebäude des Münchner Hauptbahnhofs und dem Starnberger Flügelbahnhof bietet sich gerade im Zusammenhang mit dem wichtigen Infrastrukturprojekt 2. Stammstrecke die Chance, die Bahnhofsgebäude und das Umfeld ganzheitlich neu zu entwickeln und aufzuwerten.“

 

Da die Planungen eng mit dem Projekt der 2. Stammstrecke verbunden sind, wird besonders auf transparentes Vorgehen hohen Wert gelegt.

 

 

Auch Stadtbaurätin Prof Dr. Elisabeth Merk war von dem Prozess und der Zusammenarbeit mit der DB Station&Service AG sehr angetan und gab sich äußerst positiv:

 

„Mit der vorliegenden Überarbeitung wird eine bessere und attraktivere Anbindung des Hauptbahnhofs an die Altstadt und die Einbindung des Hauptbahnhofs in das neue Quartier entlang der Bahnachse Hauptbahnhof – Laim – Pasing gewährleistet. Architektonisch kann zudem der geplante Hochpunkt am Starnberger Flügelbahnhof einen städtebaulichen Akzent im Stadtbild setzen, der die Stadtkante entlang der Gleise abschließt.“

 

Durch den Neubau soll der Hauptbahnhof neue Maßstäbe setzen und einer der attraktivsten Orte in in München werden.

 

 

Dieses Ziel formulierte auch der Vorstandsvorsitzende der DB Station&Service AG, Dr. André Zeug: „Mit dem Neubau werden der Hauptbahnhof München und der Starnberger Flügelbahnhof zu einer ersten Adresse in der bayerischen Landeshauptstadt.“

 

Fünf Jahre Bauzeit

 

Nach dem Beschluss der Vollversammlung des Stadtrats will die DB Station&Service AG mit ihren Entwurfs- und Genehmigungsplanungen beginnen.

 

Der letztendliche  Baubeginn  hängt dann aber sowohl von dem Genehmigungsverfahren als auch dem Bauverlauf der 2. Stammstrecke ab. Als Bauzeit werden derzeit für das Empfangsgebäude ungefähr fünf Jahre und für den Starnberger Flügelbahnhof etwa drei Jahre veranschlagt.

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