Di., 15.12.2015 , 11:58 Uhr

Taxifahrer verprügelt - Täter stellt sich

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein Taxifahrer von einem Fahrgast geschlagen und schwer verletzt. Der Täter und sein Begleiter flüchteten und ließen den Mann schwer verletzt zurück. Die beiden Männer haben sich nun der Polizei gestellt.

 

 

Schwabing: Samstagnacht kam es zu einem Streit zwischen einem Taxifahrer und seinen beiden männlichen Fahrgästen, in dessen Verlauf er von einem der beiden geschubst und mit einem kräftigen Faustschlag zu Fall gebracht worden war. Anschließend soll der Täter so kräftig auf den Kopf des Taxifahrers eingetreten haben, dass dieser das Bewusstsein verlor und in die Intensivstation eines Münchner Krankenhauses eingeliefert werden musste. Den Männern gelang es, unerkannt zu flüchten. Die Polizei startete am Montag einen Zeugenaufruf.

 

Am Montag meldete sich schließlich eine Rechtsanwältin bei der Mordkommission München. Zusammen mit einer weiteren Rechtsanwältin und den gesuchten Fahrgästen kam sie anschließend zur Beschuldigtenvernehmung.

 

Bei dieser gaben die beiden 25 und 27 Jahre alten Männer an, dass sie gemeinsam beim Feiern in München unterwegs waren und anschließend in das Taxi einstiegen. Aufgrund des übermäßigen Alkoholkonsums musste sich der 27-Jährige im Taxi übergeben. Der Taxifahrer beendete daraufhin die Fahrt und forderte eine zusätzliche Reinigungspauschale in Höhe von 50 Euro.

 

Deshalb geriet der 25-Jährige mit dem Taxifahrer in Streit. Dabei soll es zu einer Schubserei gekommen sein, in deren Verlauf der 25-Jährige dem Taxifahrer zwei Faustschläge versetzte. Darüber hinaus gab er an, von Fußtritten und weiteren Schlägen, wie es Zeugenaussagen berichteten, nichts zu wissen.

 

Der 27-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Der 25-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Zur Klärung der Haftfrage wird er am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft München I wird Haftbefehl wegen versuchten Totschlags beantragen. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

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