Do., 05.04.2018 , 16:09 Uhr

Ungewisse Zukunft: Was passiert mit dem Maxwerk?

Seit Monaten wird diskutiert, ob am Maxwerk in Haidhausen ein Lokal mit Biergarten eingerichtet werden soll. Die Stadt zieht das Vorhaben nach wie vor in Betracht und befindet sich in Gesprächen mit Augustiner und den Stadtwerken.

 

Mit 15:3 Stimmen abgelehnt. So lautete das Ergebnis einer Sitzung des Bezirksausschusses Au-Haidhausen im Januar. Thema: die Einrichtung eines Biergartens im Maxwerk an der Isar. Ganz offensichtlich passen dem Bezirksausschuss die Pläne der Augustiner-Brauerei, in dem Wasserkraftwerk ein Lokal mit Biergarten zu errichten, überhaupt nicht. Und auch vor Ort haben sich am Donnerstag einige Anwohner und Mitglieder des Bezirksausschusses über das Vorhaben empört. Bei einer Ortsbegehung mit Münchens zweitem Bürgermeister Josef Schmid und Parteikollege Manuel Pretzl (beide CSU) stachen einem bunte Plakate ins Auge: „Kein Ballermann am Maxwerk“, „Kein Kommerz an der Isar“ oder „Isarrauschen statt Isarrausch“.

 

 

 

Laut Schmid befindet sich die Augustinerbrauerei momentan in Gesprächen mit den Stadtwerken München. Denn denen gehört das Laufwasserkraft an der Isar. Vorgesehen wäre eine Teilnutzung des Kraftwerks: halb Gastronomie, halb Energieerzeugung.

 

Video: Wird aus dem Maxwerk bald ein „Ballermann an der Isar“?

 

Rechtslage macht Pläne fast unmöglich

 

Dabei macht die komplizierte Rechtslage es fast unmöglich, dort eine Wirtschaft einzurichten. Der mehr als 100 Jahre alte notarielle Kaufvertrag sieht nämlich vor, dass die Anlagen des Maxwerkes für keinen anderen Zweck als für die Stromerzeugung genutzt werden dürfen. Die Stadtwerke München sehen das allerdings anders. Laut SWM-Sprecher Michael Solić bestehe kein Widerspruch zwischen den einstigen Vertragsbedingungen und der heute geplanten gastronomischen Teilnutzung des Gebäudes.

 

 

Viertel-Politiker befürchten Entfremdung

 

Anders als ihre Stadtratskollegen sind die meisten Viertel-Politiker von Anfang an gegen die Gastronomiepläne gewesen. Für sie liegt das Problem darin, dass es sich bei dem Areal um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, in dem viele Münchner Erholung suchen. Es wird außerdem befürchtet, dass das Maxwerk durch eine Wirtschaft sein Gesicht verlieren könnte.

 

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