Fr., 20.03.2015 , 09:47 Uhr

Warnstreik: Mehr als 2000 Erzieher/innen demonstrieren in München

Kitas in ganz Bayern bleiben heute geschlossen. Erzieherinnen in bis zu 500 Kitas sind dem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft Ver.di gefolgt und haben ihre Arbeit niedergelegt, um für höhere Gehälter zu kämpfen.

 

Erzieherinnen sind am Freitag in München für mehr Anerkennung und mehr Geld auf die Straße gegangen. Die Münchner Polizei zählte rund 2300 Demonstrationsteilnehmer; die meisten von ihnen waren Frauen. Bei der Kundgebung in der Innenstadt forderten sie auf Plakaten „Erzieherinnen verdienen mehr“ oder kritisierten: „Anforderung steigt, Anerkennung sink“». Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten in allen kommunalen sozialen Einrichtungen in München, Augsburg, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Lauf, Schwabach, Ansbach, Olching und Germering zum Warnstreik aufgerufen. Zahlreiche Kitas blieben geschlossen.

 

Kundgebung in Münchner Innenstadt

 

Ver.di-Chef Franz Bsirske kündigte eine harte Auseinandersetzung im Kampf um höhere Gehälter für die Kita-Beschäftigten in ganz Deutschland an. Sollten die Arbeitgeber zu keinen Zugeständnissen bereit sein, drohe ein ähnlich langer Arbeitskampf wie 2009, sagte Bsirske am Donnerstag in Fürth.

 

dpa

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