Mi., 16.07.2014 , 12:11 Uhr

Autohändler über Mollath: Er wollte Helfern seiner Frau schaden

Im Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath hat ein Autohändler von unmissverständlichen Rache-Äußerungen des Nürnbergers berichtet. Gustl Mollath habe ihm bei einem Besuch 2005 gesagt, dass er allen Menschen schaden werde, die seiner Ex-Frau und ihrem neuen Freund geholfen hätten, sagte der 59-jährige Zeuge am Mittwoch vor dem Landgericht Regensburg.

Der Autohändler hatte einen Transporter zum Auszug von Mollaths damaliger Frau zur Verfügung gestellt. Wochen später wurden mehr als 50 Reifen auf dem Gelände des Händlers zerstochen. Mollath habe ihm bei dem Besuch auch einen angeschliffenen Schraubenzieher gezeigt, erklärte der Zeuge. „Er sagte mir, er fühle sich von Banken, seiner Ehefrau und der Polizei bedroht und sei jetzt auch bereit, sich zu wehren.“

 

Warten auf Gutachter

 

Am Nachmittag sollte am Mittwoch erstmals ein psychiatrischer Gutachter als Zeuge aussagen. Dieser hatte im ersten Verfahren gegen Mollath vor dem Amtsgericht Nürnberg vor elf Jahren ein Gutachten erstellt, ohne mit dem Angeklagten selbst gesprochen zu haben.

Der 57 Jahre alte Mollath muss sich wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung verantworten. Unter anderem soll er 2001 seine damalige Ehefrau körperlich misshandelt und eingesperrt haben. Zudem soll er Dutzende Autoreifen zerstochen haben. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Mollath im Jahr 2006 von den Vorwürfen wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen und ihn in die Psychiatrie eingewiesen. Erst im Vorjahr kam er frei.

 

dpa/make

autohändler Gericht gutachter Mollath Prozess Psychiatrie schuld

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2025 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Auto-Anschlag Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Anschlag in München mit 37 Verletzten übernommen. Die Karlsruher Behörde erklärt das mit der besonderen Bedeutung des Falls und einem möglichen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung.   Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat jetzt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Demonstranten in München mit 14.02.2025 Anlaufstellen für Betroffene und Zeugen Nach dem Anschlag in München am Donnerstag, den 13. Februar 2025, stehen verschiedene Hilfsangebote für Opfer, Angehörige und Trauernde zur Verfügung: Nach dem tragischen Anschlag in München steht der Kriseninterventionsdienst RUF24 der Stiftung AKM bereit, um Betroffenen und lebensbedrohlich verletzten Menschen Unterstützung zu bieten. Das Krisentelefon ist 24-Stunden jederzeit erreichbar: 0157 733 11 110 Außerdem 09.02.2026 Studentische Aushilfe (m/w/d) Minijob IT - Inventarisierung 05.02.2026 Physiotherapie am Tegernsee: Deshalb ist die Physiotherapie am schönen Tegernsee in aller Munde Die Region rund um den Tegernsee entwickelt sich zunehmend zu einem Hotspot für die hochwertige physiotherapeutische Versorgung. Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile der professionellen Behandlung in der idyllischen Umgebung des oberbayerischen Sees. Die Kombination aus fachlicher Expertise, moderner Ausstattung und der einzigartigen Lage macht die physiotherapeutischen Angebote in dieser Region besonders attraktiv.   Warum