Di., 15.07.2014 , 10:37 Uhr

Bayern: Mitfahrzentralen zum Schleusen missbraucht

Haben Sie auch schon einmal per Mitfahrzentrale Reisende im eigenen Auto transportiert? Eigentlich eine ausgesprochen praktische Sache, günstig von A nach B zu kommen, dabei noch Benzin sparen und einem Mitmenschen helfen. Ist doch ein hervorragendes System!

Dieses System wird allerdings mittlerweile auch missbraucht – und zwar, um illegal Menschen über die Grenzen zu schleusen.

 

 

Die sogenannten „Schleuser“ benutzen die Online-Mitfahrzentralen, um unauffällig ihrem Geschäft nachzugehen. Deutschland gilt als ein Hauptzielland der sogenannten irregulären Migration in Europa. Im Jahr 2013 wurden seit dem Jahr 2000 erstmals wieder mehr als 30.000 unerlaubt einreisende Personen festgestellt. Verstärkte Grenzüberwachungsmaßnahmen führten dazu, dass sich viele Einreisewillige an Schleuserorganisationen wandten, um nach Europa zu gelangen. Für diese Dienste müssen die Geschleusten meist hohe Geldbeträge entrichten und werden oft unter unmenschlichen und zumeist lebensgefährlichen Bedingungen nach Europa gebracht.

 

 

Wenn Sie also auch Ihr Auto zur Verfügung stellen, um Menschen von A nach B zu befördern – seien Sie vorsichtig! Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), warnt vor den Folgen von unvorsichtigem Umgang mit Mitfahrzentralen.

 

„Um sich nicht selbst zu gefährden“, so Gerhard Klotter, „sollten Autofahrer, die grenzüberschreitend fahren, sich ihre Mitfahrer bzw. Kontaktpersonen genau vorher ansehen“. Denn Anbieter von solchen Mitfahrgelegenheiten sind besonders gefährdet, von Schleusern missbraucht zu werden. „Haben Autofahrer den Verdacht, dass es sich um eine geplante Schleusung handeln könnte, sollten sie darauf bestehen, dass sich potenzielle Mitfahrer vor Fahrtantritt ausweisen“, sagte Klotter.

 

 

Wer als unbedarfter Autofahrer eine geschleuste Person mitnimmt, gerät schnell in den Verdacht, Mitglied einer Schleuserbande zu sein. Festnahmen, Vernehmungen und Strafverfahren können die Folge sein.

 

 

Auch in und um München sind illegale Schleuser ein bekanntes Problem der hiesigen Polizei. Von einem aktuellen Fall aus dem diesjährigen Frühjahr lesen Sie hier mehr.

 

 

Doch wie erkennt man einen möglichen Schleusungsversuch?

 

 

 

 

 

Was tun bei verdächtigen Mitfahrern?

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website der Polizeilichen Kriminalprävention

 

bzw. im Informationsblatt für Nutzer von Online-Mitfahrzentralen

 

 

 

jn / Polizei

 

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