Fr., 22.12.2017 , 09:41 Uhr

Bayern: Zahl der Drogentoten bleibt auf hohem Niveau

Verlockend, frei bestellbar und lebensgefährlich: Badesalze und Kräutermischungen sind unterschätzte Drogen, vor allem bei Jugendlichen. Das zeigen auch Schätzungen des LKA für das Jahr 2017.

 

Die Zahl der Drogentoten ist dieses Jahr in Bayern auf hohem Niveau geblieben. Im Vergleich zum Vorjahr (321 Tote) gab es keine große Veränderung, wie ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Detaillierte Zahlen werden die Sicherheitsbehörden voraussichtlich im Frühjahr 2018 in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik veröffentlichen.

 

Wie schon die Jahre zuvor nahmen demnach auch 2017 die Todesfälle durch sogenannte «Neue psychoaktive Stoffe» (NpS) zu. Umgangssprachlich sind diese laut LKA unter den Namen Kräutermischungen und Badesalze bekannt. Vermehrt gebe es bei dieser Drogenart junge Todesopfer, sagte der LKA-Sprecher. Sie fühlten sich von den harmlos wirkenden und verlockend gestalteten Verpackungen angesprochen. Diese Drogen seien für junge Menschen frei im Internet, vor allem aus Asien und den Niederlanden, zu bestellen.

 

 

Den LKA-Zahlen zufolge starben in diesem Jahr mehr Menschen durch den Missbrauch des Schmerzmittels Fentanyl als noch im Vorjahr. Eine Entwicklung bleibt dabei stabil: «Unverändert zu den letzten Jahren bleibt Heroin die mit Abstand häufigste Todesursache bei illegalen Drogen», erklärte das LKA. Rückläufig waren demnach aber die Todesfälle durch Amphetamine. Wie der Sprecher betonte, handelte es sich bei fast allen Opfern um Langzeitkonsumenten.

 

Die bayernweite Entwicklung hat sich beispielsweise auch im Süden Oberbayerns abgezeichnet. «Seit Jahren bewegen wir uns auf demselben Niveau», sagte ein Polizeisprecher in Rosenheim über die Todeszahlen durch Drogen. Dort rechnen die Beamten zum Jahresende mit 27 Drogentoten – wie schon in den zwei zurückliegenden Jahren. Auch hier stiegen zuletzt die Opferzahlen durch NpS an.

 

Vor allem in der Stadt München, dem Regierungsbezirk Unterfranken und im nördlichen Schwaben stieg die Zahl der Drogentoten zuletzt stark an. Der Trend habe sich dieses Jahr weder signifikant nach oben, noch nach unten entwickelt, sagte der LKA-Sprecher.

 

dpa

Chrystal Meth Drogen Drogentote Heroin Marihuana Spice

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 21.04.2026 Der Weg zur Wunschfigur in München: Ein Leitfaden zu Methoden, Kosten und Klinikwahl bei der Liposuktion Hartnäckige Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln können frustrierend sein, besonders wenn sie sich trotz disziplinierter Ernährung und regelmäßigem Sport hartnäckig halten. Für viele Menschen in München stellt sich dann die Frage nach alternativen Lösungen. Die Liposuktion, umgangssprachlich als Fettabsaugung bekannt, ist ein chirurgischer Eingriff zur gezielten Formung der Körperkontur, nicht zur Gewichtsreduktion. Sie entfernt 20.04.2026 Mitmachen und gewinnen - Fit-Amino! Fit-Amino und münchen.tv verlosen ein Monatspaket „Fit-Amino Wiederholungskomfort“ im Wert von rund 50 €! Das steckt drin: – 32 Portionsbeutel in praktischer Pulverform – Hochwertige Aminosäuren: L-Arginin, L-Glutamin, L-Lysin, L-Pidolat – Mit Vitamin C – für normalen Energiestoffwechsel, normale Knochen und Knorpel – 100 % vegan, glutenfrei, halal, koscher Einfach in Wasser auflösen, trinken, fertig 16.04.2026 Was ändert sich mit dem neuen SCHUFA-Score? Seit dem 17. März wird im SCHUFA-Account statt eines Prozentwertes ein dreistelliger Punktestand angezeigt. Die SCHUFAHolding AG hat an diesem Datum den bisher gültigen Basisscore eingestellt und durch den sogenannten NextGen Score 1.0 ersetzt. Wer wie die meisten an den 97,5-Prozent-Wert gewöhnt ist, fragt sich jetzt vermutlich, ob 812 Punkte gut oder nur mittelmäßig sind.