Sa., 07.10.2017 , 11:24 Uhr

Die Highlights der Wiesnwache: Kuriose Einsätze der Polizei auf dem Oktoberfest

Zahlreiche Polizeikräfte sorgen Tag für Tag auf der Wiesn für unsere Sicherheit. Dabei werden sie auch häufig zu kuriosen Einsätzen gerufen. Ein Überblick:

 

39-jähriger Wiesn-Besucher benutzt Geldscheine als Toilettenpapier

Um seinem Bedürfnis nachzugehen, suchte ein 39-jähriger Mexikaner am Mittwoch, 27.09.2017, gegen 20.30 Uhr, nach einer Toilette. Dabei verlief er sich und entschied sich eine stille Örtlichkeit zwischen einem Müllcontainer und einer Müllpresse zu nutzen. Da ihm kein Toilettenpapier zur Verfügung stand, benutzte er seine Geldscheine als Ersatz. Als er im Anschluss versuchte in die daneben stehende Müllpresse zu steigen, fiel er einer Einsatzgruppe der Polizei auf. Aufgrund seines desolaten Zustandes wurde er in Gewahrsam genommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Von dort aus konnte seine Ehefrau verständigt werden, die ihn auf der Wiesn-Wache abholte.

 

Reinigungsfachkraft streitet sich mit einem Wiesn- Gast

Ein 35-jähriger Wiesn-Besucher wusch sich am Mittwoch, 27.09.2017, gegen 21.10 Uhr, nach dem Toilettengang die Hände. Im Anschluss reichte ihm ein 39-jähriger Reinigungsfachmann für das Abtrocknen seiner Hände ein Papiertuch. Dies sah der Gast als Bevormundung, fing einen Streit an und in Folge dessen kam es zu einer Rangelei. Bei dieser Auseinandersetzung kam es zu keinen Verletzungen.

 

Schlechte Verlierer schlagen Budenbetreiber eines Spielstands

Am Dienstag, 26.09.2017, gegen 21.00 Uhr, spielten zwei Wiesn-Besucher an einer Bude auf dem Festgelände. Die beiden Männer gewannen lediglich einen Trostpreis. Hierüber frustriert fingen die beiden 26-und 27 jährigen Männer mit dem Budenbetreiber einen Streit an. Der 27-Jährige schlug daraufhin den 30-jährigen Budenbetreiber ins Gesicht und wollte fliehen. Dies allerdings verhinderte der 30-Jährige gemeinsam mit einem weiteren Wiesnbesucher. Allerdings kam es dann zu weiteren Tätlichkeiten seitens der beiden Männer. Beide Männer schlugen erneut auf den Budenbetreiber ein, was eine vorbeikommende Polizeistreife, die auf den Vorfall aufmerksam wurde, dann unterbinden konnte. Die beiden Männer verhielten sich gegenüber den Polizisten aggressiv und sie beschimpften und bespuckten diese weiterhin. Die Beiden wurden zur Wiesn-Wache gebracht. Gegen sie wird nun eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstellt. Die Nacht verbrachten sie in Polizeigewahrsam. Die Prüfung eines Betretungsverbotes für die Wiesn steht noch aus.

 

Betrunkener Schütze

Am Sonntag, 01.10.2017, gegen 18.00 Uhr, war ein 21jähriger Deutscher durch den Sicherheitsdienst eines Festzeltes bereits mehrfach aus dem Zelt verbracht worden, da er stark alkoholisiert war. Der 21-Jährige begehrte aber standhaft wieder Einlass, sodass eine hinzugerufene Einsatzgruppe der Polizei den Mann zur Wiesn-Wache brachte. Der 21-Jährige war Sportschütze und führte ein Luftgewehr in einem abgesperrten geeigneten Koffer mit sich. Da er eine Alkoholisierung von über zwei Promille aufwies, verließ er das Oktoberfest ohne sein Gewehr. Er kann sich dieses im nüchternen Zustand wieder abholen.

 

Brand einer Kehrmaschine

Bei der Inbetriebnahme einer Kehrmaschine stellte ein 48jähriger Kraftfahrer fest, dass eine Kontrollleuchte in seinem Display aufleuchtete. Nachdem er auch noch Schmorgeruch feststellte, der aus dem Bereich des Motorblockes stammte, stellte er den Motor sofort wieder ab. Kurze Zeit später fing das Fahrzeug im Bereich des Motors an zu brennen. Mittels eines Feuerlöschers versuchten zwei  Zeugen den Brand zu löschen. Dies gelang ihnen jedoch nicht. Erst durch die hinzu gerufene Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Brandursache war vermutlich ein technischer Defekt im Motorblock. Schaustellerbetriebe oder weitere Objekte wurden durch das Feuer nicht beschädigt. Der durch den Brand entstandene Schaden an der Kehrmaschine wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt.

Oktoberfest Polizei Polizeibericht Wiesn

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