Di., 16.12.2014 , 11:10 Uhr

Drei Jahre und neun Monate Haft für Hoeneß-Erpresser

Der Erpresser von Uli Hoeneß bekommt eine höhere Haftstrafe als der ehemalige Präsident des FC Bayern für seine Steuerhinterziehung von fast 30 Millionen Euro. Der 51-Jährige hatte zuvor gestanden, den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern vor dessen Haftantritt mit einem Drohbrief erpresst und 215 000 Euro verlangt zu haben.

 

Uli Hoeneß kann sich auf Weihnachten mit der Familie freuen – der Mann, der in erpressen wollte, muss jahrelang ins Gefängnis. Das Landgericht München II verurteilte ihn am Dienstag zu drei Jahren und neun Monaten Haft.

Der Erpresser von Uli Hoeneß ist zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. «Es besteht kein Zweifel an der Täterschaft des Angeklagten», sagte der Vorsitzende Richter Oliver Ottmann am Dienstag. «Der Sachverhalt steht fest aufgrund des Geständnisses.» Der Angeklagte habe beschlossen, Hoeneß‘ «Ängste bezüglich der bevorstehenden Haft auszunutzen». Das Landgericht München II blieb mit dem Urteil hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück, die vier Jahre und drei Monate gefordert hatte.

 

 

«Der Angeklagte zeigte im Rahmen seiner Persönlichkeit Schuldeinsicht und Reue», begründete der Richter. Außerdem habe der 51-Jährige dem seit Juni wegen Steuerhinterziehung inhaftierten Hoeneß und dessen Ehefrau Susanne durch sein Geständnis einen Auftritt vor Gericht erspart. Er betonte aber auch: «Sie sind einschlägig vorbestraft, haben daraus nichts gelernt.»

Erpresser entschuldigt sich bei Hoeneß

 

Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte hatte zum Prozessauftakt am Montag gestanden, den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern, der inzwischen wegen Steuerhinterziehung in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech einsitzt, vor dessen Haftantritt mit einem Drohbrief erpresst und 215 000 Euro verlangt zu haben.

 

 

Sein Verteidiger Martin Heidenreich betonte die schwierige finanzielle und gesundheitliche Situation des Angeklagten, der mehr als 300 000 Euro Schulden hat und an Diabetes leidet. Er hielt eine milde Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten «für ausreichend». Mit seinem Geständnis habe er «Einsicht gezeigt».

 

 

Der Angeklagte, der bereits in einem Brief um Verzeihung gebeten hatte, entschuldigte sich noch einmal bei Hoeneß und seiner Familie. Er wolle betonen, «dass mir die Tat sehr leid tut und dass ich mein Handeln in dieser Situation, in der ich nicht mehr ein noch aus wusste, zutiefst bereue.»

 

 

Er habe sich über das Urteil gegen Hoeneß geärgert, das er als zu milde empfand, «was mir moralisch überhaupt nicht zustand». Hoeneß war wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Weihnachten soll der 62-Jährige Ausgang bekommen und mit seiner Familie feiern können. Schon im Januar 2015 – ein halbes Jahr nach Haftantritt – könnte er Freigänger werden.

 

dpa/make

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