Do., 13.09.2018 , 14:10 Uhr

Drogen- und Waffenhandel im Darknet - Die Polizei dicht auf den Fersen

Der Drogen- und Waffenhandel im Darknet floriert. Doch die Polizei schaut dem illegalen Treiben in den versteckten Winkeln des Internets nicht tatenlos zu. Immer wieder erzielen die Ermittler Erfolge gegen die Kriminellen.

 

Im Juli konnte die Münchner Polizei einen Erfolg im Kampf gegen Betäubungsmittelkriminalität verzeichnen. Bei einer Großrazzia wurden diverse Drogen sichergestellt, die über das sogenannte Darknet verkauft werden sollten.

 

 

Anonym und sicher vor den Behörden wähnen sich viele Drogenhändler im Darknet – doch mit ihrer Professionalität machen sie Ermittlern im Freistaat die Arbeit in einigen Fällen leichter. Wöchentlich landen bei der Staatsanwaltschaft München I im Durchschnitt zehn Verfahren, bei denen Adressen und Klarnamen von Käufern bekannt sind, wie Oberstaatsanwalt Marcus Paintinger am Donnerstag erklärte. Diese stünden auf den Paketlieferungen oder auf Kauflisten. Händler, die über den abgeschirmten Teil des Internets illegale Drogen verkaufen, führten demnach teilweise in kaufmännischer Manier Buch über ihre Kunden und die verschickten Substanzen. Fallen solche Listen den Behörden in die Hände, könne es bundesweit zu Durchsuchungen und Festnahmen von Abnehmern kommen, erklärte Paintinger.

 

 

Die Staatsanwaltschaft München I leitet nach eigenen Angaben pro Jahr mehr als 1000 Verfahren wegen Drogenhandels über das Darknet ein. Beim Zollfahndungsamt München bezogen sich rund 50 Prozent aller Fälle von Drogenhandel auf Verkäufe und Versand über das Darknet, wie ein Sprecher sagte. Für die Zöllner sei daher die Zusammenarbeit mit Post- und Paketdienstleistern wichtig, um verdächtige Sendungen rechtzeitig zu kontrollieren. Das klassische Dealen an Bahnhöfen oder der Schmuggel über die Grenze habe durch die Geschäfte im Darknet aber nicht abgenommen.

 

 

dpa / ph

Darknet Drogen drogenhandel Polizei

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