Di., 14.03.2017 , 12:22 Uhr

Fahndungserfolg: 20 Einbrecher sind der Polizei ins Netz gegangen

Bei einer länderübergreifenden Schwerpunktaktion gegen Einbrecherbanden haben bayerische Polizisten 20 Menschen vorläufig festgenommen. Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU)  wurde gegen vier Verdächtige Haftbefehl erlassen.

 

Die Fahnder hatten zwischen dem 9. und dem 11. März mehr als 11 000 Menschen und Fahrzeuge kontrolliert. Dabei stellten die Beamten 198 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten fest. «Unsere gemeinsamen Schwerpunktkontrollen waren ein voller Erfolg», bilanzierte Herrmann in einer Mitteilung.

 

 

An der Aktion beteiligt waren neben Bayern auch die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Länderübergreifend waren mehr als 3000 Polizisten im Einsatz, rund ein Drittel davon in Bayern. Die Beamten kontrollierten insgesamt mehr als 24 000 Personen und Fahrzeuge und nahmen 49 Menschen fest. Im Herbst 2017 werde es im Rahmen der Kooperation zwischen den Ländern eine weitere gemeinsame Schwerpunktaktion geben, kündigte der Innenminister an.

 

 

Wie Herrmann deutlich machte, sind die länderübergreifenden Schwerpunktkontrollen ein wichtiger Bestandteil des bayerischen Maßnahmenkonzepts gegen Wohnungseinbrecher. „Seit Jahren haben wir einen besonderen Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität gesetzt“, erklärte dazu der Innenminister.  „Dank der intensiven Ermittlungs- und Fahndungsarbeit der Bayerischen Polizei hatten wir bereits 2015 einen deutlichen Rückgang der Einbruchszahlen um knapp neun Prozent auf 7.480 Delikte. Dieses Niveau konnten wir 2016 mit insgesamt 7.470 Wohnungseinbrüchen stabilisieren.“ Die Häufigkeitszahl lag laut Herrmann bei 58 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner. „Damit dürfte das Einbruchsrisiko in Bayern wie auch im Vorjahr bundesweit am niedrigsten gewesen sein“, so Herrmann weiter. In Nordrhein-Westfalen liege das Einbruchsrisiko rund fünfmal höher.

 

 

Basis der gemeinsamen länderübergreifenden Kontrollaktionen gegen Einbrecherbanden war die Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, die Herrmann am Rande der Innenministerkonferenz im Juni 2016 mit seinen Ministerkollegen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz unterzeichnet hat. Im Mittelpunkt steht ein 8-Punkte-Programm mit einem schnelleren und besseren Informationsaustausch, einer stärkeren gemeinsamen Täterfahndung sowie einer noch intensiveren Zusammenarbeit bei konkreten Ermittlungsverfahren und in der Prävention. Vorbild war eine bereits im Sommer 2015 mit Baden-Württemberg geschlossene Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Einbruchsbekämpfung.

 

dpa/sb

 

baden würtemberg Bayern Eibruch Einbrüche Hermann hessen Innenminister kriminalität länderübergreifend Polizei rheinland pfalz Schwerpunktkontrollen

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2025 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Auto-Anschlag Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Anschlag in München mit 37 Verletzten übernommen. Die Karlsruher Behörde erklärt das mit der besonderen Bedeutung des Falls und einem möglichen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung.   Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat jetzt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Demonstranten in München mit 14.02.2025 Anlaufstellen für Betroffene und Zeugen Nach dem Anschlag in München am Donnerstag, den 13. Februar 2025, stehen verschiedene Hilfsangebote für Opfer, Angehörige und Trauernde zur Verfügung: Nach dem tragischen Anschlag in München steht der Kriseninterventionsdienst RUF24 der Stiftung AKM bereit, um Betroffenen und lebensbedrohlich verletzten Menschen Unterstützung zu bieten. Das Krisentelefon ist 24-Stunden jederzeit erreichbar: 0157 733 11 110 Außerdem 04.02.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 29.01.2026 Aus Bayern in die Schweiz: Was vor dem Umzug unbedingt zu beachten ist Die Schweiz zieht seit Jahren viele Menschen aus Bayern an. Nähe zur Heimat, attraktive Arbeitsbedingungen und eine hohe Lebensqualität machen den Schritt über die Grenze besonders für Fachkräfte interessant. Gleichzeitig wird der Umzug häufig unterschätzt, denn rechtliche Vorgaben, Fristen und organisatorische Details unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland. Wer unvorbereitet startet, riskiert unnötige Verzögerungen