Sa., 30.09.2017 , 09:36 Uhr

Festgenommener soll Supermarkt-Erpresser sein

Die Polizei in Baden-Württemberg hält den am Freitag im Zusammenhang mit den Supermarkt-Erpressungen festgenommenen Mann nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für dringend tatverdächtig. Trotz der Festnahme eines mutmaßlichen Supermarkt-Erpressers gibt die Polizei noch keine Entwarnung für Lebensmittel-Kunden. 

 

Die Polizei in Baden-Württemberg hält den am Freitag im Zusammenhang mit den Supermarkt-Erpressungen festgenommenen Mann für dringend tatverdächtig. Die Staatsanwaltschaft wolle noch an diesem Samstag einen Haftbefehl gegen den 55-Jährigen beantragen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Der Tatverdacht gegen ihn habe sich erhärtet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstagmorgen mit. Die Ermittler seien nach Hinweisen aus der Bevölkerung auf den Mann aufmerksam geworden. „Die Verbraucher sollten nach wie vor beim Einkauf wachsam sein“, sagte Polizeisprecher Markus Sauter.

 

Die Polizei hatte den Mann am Freitag in Ofterdingen (Kreis Tübingen) überprüft und festgenommen. Der mutmaßliche Täter hatte in einer E-Mail an die Polizei, den Verbraucherschutz und mehrere Lebensmittelkonzerne von Mitte September damit gedroht, bis Samstag 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen. Er forderte einen niedrigen, zweistelligen Millionenbetrag. Der Fall schuf allgemein Verunsicherung, zumal der Erpresser keine Angaben dazu machte, welche Produkte und welche Filialen konkret betroffen sein sollen.

 

 

Die Polizei hatte am Donnerstag Fahndungsbilder eines dringend tatverdächtigen Mannes veröffentlicht. Danach waren bundesweit Hunderte Hinweise eingegangen. Schon Mitte September waren fünf mit Ethylenglycol vergiftete Gläschen mit Babynahrung in Friedrichshafen entdeckt worden.

 

dpa

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