Do., 24.07.2014 , 10:30 Uhr

Kinder gefährdet? Medizinstudent zeigt BOB an

Nachdem ihm das Personal der Bayerischen Oberlandbahn zu lange den Dieselgestank in einem Wagon ignoriert hatte, in dem auch Kinder waren, zeigt ein 25 Jahre alter Medizinstudent jetzt die BOB wegen fahrlässiger Körperverletzung an.

Kinder müssen Dieseldämpfe einatmen

…das jedenfalls berichtet der 25-Jährige, der die Anzeige gestellt hat.

In einem Zug der BOB von Holzkirchen nach Schliersee ist ihm aufgefallen, dass es pentrant nach Diesel roch.

Immer stärker soll der Gestank geworden sein, bis es ihm zu bunt wurde.

„Es war ein richtig beißender Dieselgestank. Im hinteren Teil bei den Toiletten war’s dann schon bissl neblig“, sagte der Mann im Zeitungsinterview.

Da eine Schulklasse mit kleinen Kindern in dem Abteil saß, das sich zunehmend mit den wohlmöglich gesundheitsschädlichen Dämpfen füllte, entschieden er und einige andere Fahrgäste sich, das Zugpersonal zu informieren.

Reaktion: Erst mal gar keine.

Erst nach 20 Minuten entschied sich der Zugführer laut dem Bericht des Studenten dazu, einen außerplanmäßgien Halt zu machen.

Geändert haben die Zugbegleiter an dem Problem aber offenbar nichts. Sie baten die Gäste einfach nur, in einen anderen Wagen umzusteigen.

Als auch in dem Abteil langsam der Gestank zu riechen war, stieg der Student am Harras aus und hatte die Entscheidung zur Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gefällt.

Er habe dann die ganze Nacht Übelkeit, Schwindel und Halskratzen gehabt, berichtet der Mann, der in München Medizin studiert. „Wie muss es da erst den Kindern gehen?“, fragt der zukünftige Arzt.

Die Polizei bestätigte die Anzeige, die BOB will bis jetzt noch nichts davon erfahren haben.

adc

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