Di., 21.11.2017 , 09:44 Uhr

Lawinenwarndienst zieht nach 50 Jahren erfolgreiche Bilanz

In der Winterzeit donnern regelmäßig Lawinen in bayerischen Bergen zu Tal. Immer wieder werden auch Menschen mitgerissen. Vor den gefährlichen Schneemassen warnt der Lawinenwarndienst seit Jahrzehnten – und blickt nun auf 50 Jahre Tätigkeit zurück.

 

Der bayerische Lawinenwarndienst hat zu seinem 50-jährigen Bestehen auf seine erfolgreiche Bilanz verwiesen. In dem halben Jahrhundert habe es in den von dem Warndienst überwachten Bereichen keinen einzigen Todesfall gegeben, berichtete das Innenministerium in München aus Anlass des Jubiläums.

 

Dennoch kommen auch im Freistaat immer wieder wieder Menschen durch Lawinen ums Leben. Obwohl die diesjährige Wintersaison erst in einigen Gebieten begonnen hat, mussten die Behörden bereits über zwei Todesfälle berichten. In den Berchtesgadener Alpen wurde am Sonntag auf einer Höhe von 1650 Metern eine Skitourengeherin von Schneemassen mitgerissen, die Retter konnten für die 50-Jährige nichts mehr tun. Erst im September hatte eine Lawine im Berchtesgadener Land einen 24 Jahre alten Wanderer vor den Augen seiner Familie in den Tod gerissen.

 

Anlass für die Gründung

 

Der Gründung des Lawinenwarndienstes war einstmals auch ein tragisches Unglück vorausgegangen. 1965 kamen auf der Zugspitze bei einem verheerenden Lawinenabgang zehn Menschen um. Dies war der Auslöser, um einen Warndienst aufzubauen. Dieser ging dann 1967 in Betrieb.

 

Das Rückgrat des Dienstes bilden heute mehr als 400 ehrenamtliche Mitglieder, die sich vor Ort in den betroffenen Gebieten für die Sicherheit der Bevölkerung und der Touristen engagieren. Sie sind in Lawinenkommissionen tätig, die bei akuten Gefährdungslagen über Streckensperrungen und andere Maßnahmen beraten und den Behörden Empfehlungen geben.

 

Zudem gibt es noch die Lawinenwarnzentrale in der Landeshauptstadt, die wie der bayerische Hochwassernachrichtendienst zum Landesamt für Umwelt in Augsburg gehört. Die Experten der Zentrale geben im Winter nicht nur tägliche Lageberichte heraus. Sie kümmern sich auch um die Ausbildung der Mitglieder der örtlichen Lawinenkommissionen, um den Betrieb der Messnetze und sind an der Planung von Lawinenschutzmaßnahmen beteiligt. Zahlreiche Messstationen liefern rund um die Uhr aktuelle Werte nach München, durch die die Mitarbeiter der Warnzentrale die Gefahr einschätzen können.

 

dpa

Berge Lawine Lawinenwarndienst Schnee Skifahren Wandern Winter

Das könnte Dich auch interessieren

17.12.2025 So finden Münchner Skifans die perfekten Skisocken für lange Tage auf der Piste Wer an Ski-Ausrüstung denkt, sieht meist zuerst Ski, Schuhe und Helm vor sich. Die Socken landen gerne in der Restekiste, oft als dicker Wollstrumpf aus der Winterlade. Spätestens nach dem ersten langen Tag am Sudelfeld, am Brauneck oder in Garmisch merken viele Münchnerinnen und Münchner, dass genau diese Entscheidung den Unterschied macht: zwischen warmen, entspannten 01.03.2026 Studentische Aushilfe (m/w/d) Minijob IT - Inventarisierung 01.03.2026 Langzeitpraktikant/in Technik (m/w/d) 01.03.2026 Online Redakteur/in (m/w/d)