Di., 02.10.2018 , 12:41 Uhr

Maßkrugwurf, Taschendiebe und Hitlergruß: Die Einsätze der Wiesn-Wache vom Montag

Die Polizei hatte am Montag im Vergleich zum Wochenende einen verhältnismäßig ruhigen Tag. Die Beamten bekamen es mit einem Maßkrugwerfer, Taschendieben und einem Hitlergruß zu tun.

 

Maßkrugwerfender Fußballfan

 

Am Dienstag trifft der FC Bayern München auf Ajax Amsterdam. Einige Niederländer nutzten das Spiel für einen Besuch auf dem Oktoberfest. Eine Gruppe Ajax-Fans war nachmittags in einem Bierzelt. Sie gerieten mit Leuten am Nachbartisch in Streit. Ein 35-jähriger Holländer warf daraufhin zwei Maßkrüge in Richtung der Kontrahenten. Maßkrug 1 wurde von einem 25-jährigen Hamburger abgewehrt, Maßkrug 2 zerschellte am Tisch, verletzte aber niemanden. Doch der Fußballfan hatte noch nicht genug und schlug einem 30-jährigen Mühldorfer ins Gesicht. Der Schläger musste auf die Wiesn-Wache und wurde wegen schwerer Körperverletzung angezeigt.

 

Taschendiebe erwischt

 

Gegen 21:50 Uhr wurde die Polizei auf zwei Männer aufmerksam, die verdächtig durch die Zeltreihen gingen. Die Beamten bewiesen den richtigen Riecher. Nachdem die beiden Münchner im Alter von 32 und 22 Jahren ein Ziel erspäht hatten, ließen sie sich am Nebentisch nieder und angelten die Handtasche mit den Füßen zu sich. Sie entwendeten den Geldbeutel und verließen das Zelt. Daraufhin wurden sie festgenommen. Für den 22-Jährigen kam es noch dicker: Er hatte zusätzlich zum Diebesgut auch noch etwas Haschisch bei sich.

 

Bereits am Samstag nutzte ein 48-jähriger Slovake die Trunkenheit eines Mannes aus. Er umklammerte sein Opfer von hinten und zog ihm dabei mehrere Geldscheine aus der Hosentasche. Bei der Festnahme und der anschließenden Durchsuchung wurde eine große Menge Bargeld sichergestellt. Der Mann kam in Haft.

 

Steuerfahnder ermitteln in einem Festzelt

 

Montagabend betraten Mitarbeiter des Hauptzollamts, Steuerfahnder und Polizisten ein Bierzelt. Sie ermittelten wegen Schwarzarbeit und Verstößen gegen die Abgabenordnung. Die Polizei betonte, dass sich die Durchsuchung nicht gegen einen Wiesnwirt, sondern gegen einen Geschäftspartner richte. Ob die Ermittlungen erfolgreich waren ist nicht bekannt.

 

Hitlergruß

 

In der Nacht von Montag auf Dienstag war die Theresienwiese bereits geschlossen. Ein 47-jähriger Brite wollte trotzdem noch das Gelände betreten. Daran hinderte ihn ein Security-Mitarbeiter. Es kam zu einem Streit und einer anschließenden Rangelei. Zu guter Letzt zeigte er dem Sicherheitsmann den Hitlergruß und den Mittelfinger. Dann durfte er das Gelände doch noch betreten. Jedoch nicht, um zu feiern, sondern um die Polizei auf die Wiesn-Wache zu begleiten.

München Oktoberfest Polizei Wiesn

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