Mo., 24.11.2014 , 13:01 Uhr

München: Großteil der gekündigten Burger-King-Filialen zu

Verschlossene Türen: Nach Kündigung und Lieferstopp muss der größte Franchisenehmer von Burger King seine Restaurants nach und nach schließen. Die Frage ist: Wie lange hält er das durch?

 

Der gekündigte Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko Holding hat nach Gewerkschaftseinschätzung die meisten seiner 89 Filialen inzwischen gezwungenermaßen dichtgemacht. „Ich gehe davon aus, dass ein Großteil der Betriebe schon geschlossen ist“, sagte NGG-Gastronomieexperte Guido Zeitler der Nachrichtenagentur dpa am Montag. An diesem Donnerstag werde der Gesamtbetriebsrat der betroffenen Filialen über die Situation beraten. Die Gewerkschaft lädt die Beschäftigten zudem zu Informationsveranstaltungen ein, bei denen über mögliche Lösungen des Konflikts und über deren Auswirkungen diskutiert werde.

Insolvenz als Chance?

 

Nach dem Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen hatte Burger King die Verträge mit dem Lizenznehmer Yi-Ko Holding in der vergangenen Woche fristlos gekündigt. Die rund 3000 betroffenen Beschäftigten stehen damit vor einer ungewissen Zukunft. Yi-Ko-Interimsgeschäftsführer Dieter Stummel war auch am Montag zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Bereits seit Bekanntwerden der Kündigung steht auch eine mögliche Insolvenz des Franchisenehmers im Raum. Ein solches Szenario sieht die Gewerkschaft „eher als Chance“, wie Zeitler bekräftigte. Es böte die Möglichkeit, in einem geordneten Verfahren an Lösungen für die Filialen und die Beschäftigten zu arbeiten.

 

Das Landgericht München bestätigte derweil den Erlass einer Einstweiligen Verfügung. Damit hatte die Fastfood-Kette Yi-Ko die Nutzung des Burger-King-Firmenlogos sowie von Produktnamen wie dem „Whopper“ verbieten lassen. Auch die Arbeitskleidung und die Außenwerbung an den Filialen darf nicht mehr genutzt werden. Der Franchisenehmer habe dagegen Widerspruch eingelegt, sagte die Gerichtssprecherin. Darüber müsse nun mündlich verhandelt werden, ein Termin dafür stehe aber noch nicht fest.

 

Dass die Fastfood-Kette sich nicht schon früher von Yi-Ko getrennt hat, begründet der Deutschland-Chef von Burger King, Andreas Bork, mit der Rücksicht auf die Mitarbeiter. „Von der Yi-Ko hängen 3000 Arbeitsplätze ab. Und die wollten wir schützen“, sagte Bork der Zeitung „Die Welt“ (Montag). „Es wird jetzt sicherlich Leute geben, die uns das als Schwäche auslegen. Ich sehe es aber umgekehrt: Wir haben eine klare Entscheidung getroffen.“

 

Über Missstände bei Yi-Ko hatte RTL bereits Ende April dieses Jahres berichtet. Noch am Montagabend wollte der Sender in seinem Reportage-Magazin „Team Wallraff“ das Ergebnis neuer Recherchen zeigen.

 

rg / dpa

Burger King filialen insolvenz mc donalds muenchen Schließung

Das könnte Dich auch interessieren

27.02.2026 Wie Münchner Start-ups Zahlungskultur verändern – von Kulturprojekten bis zu USDT kaufen Paypal In der bayerischen Landeshauptstadt braut sich im Jahr 2026 etwas zusammen, das weit über das traditionelle Bankenwesen hinausgeht. Wer heute in München an Innovation denkt, dem fällt längst nicht mehr nur die Automobilindustrie oder die klassische Versicherungswirtschaft ein. München hat sich laut aktuellen Rankings der Financial Times zu einem der dynamischsten Hubs für FinTechs und 26.02.2026 Kleine Lackkratzer am Auto selbst ausbessern: So gelingt es wirklich Wann sich das Ausbessern von Lack wirklich lohnt Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit auf einem engen Parkplatz, der Einkaufswagen rollt ein kleines Stück zu weit, oder ein Steinchen trifft bei Tempo 120 die Motorhaube. Die Folge sind nervige Kratzer oder Steinschläge im Autolack, die im Sonnenlicht deutlich sichtbar sind. Viele Halterinnen und Halter stellen sich 09.02.2026 Studentische Aushilfe (m/w/d) Minijob IT - Inventarisierung 05.02.2026 Physiotherapie am Tegernsee: Deshalb ist die Physiotherapie am schönen Tegernsee in aller Munde Die Region rund um den Tegernsee entwickelt sich zunehmend zu einem Hotspot für die hochwertige physiotherapeutische Versorgung. Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile der professionellen Behandlung in der idyllischen Umgebung des oberbayerischen Sees. Die Kombination aus fachlicher Expertise, moderner Ausstattung und der einzigartigen Lage macht die physiotherapeutischen Angebote in dieser Region besonders attraktiv.   Warum