Mo., 22.12.2014 , 10:59 Uhr

München: Hoeneß gibt Bayerischen Verdienstorden zurück

Uli Hoeneß könnte eigentlich zufrieden sein – Weihnachten zu Hause am Tegernsee und im Januar als Freigänger zum FC Bayern, das sind keine schlechten Aussichten für einen Häftling. Aber seine Verurteilung hat er offenbar immer noch nicht verdaut.

 

Uli Hoeneß (62) hat den Bayerischen Verdienstorden zurückgeschickt. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, gab seine Frau Susi das weiß-blaue Malteserkreuz in München in der Staatskanzlei ab. Eine Sprecherin der Staatskanzlei bestätigte am Samstag: „Er hat den Bayerischen Verdienstorden zurückgegeben.“ Weitere Einzelheiten nannte sie nicht.

 

Laut „Bild“ will der Ex-Präsident des FC Bayern München auf Distanz zu Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und den Politikern gehen. Hoeneß fühle sich offenbar ungerecht behandelt, weil er als einziger Bundesbürger nach einer Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis sitze.

 

Hoeneß ist wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden und verbüßt seine Strafe seit Juni in Landsberg am Lech. Im September bekam er erstmals Ausgang, Weihnachten hofft er zu Hause am Tegernsee feiern zu können. Ab Januar wird er als Freigänger beim FC Bayern in der Nachwuchsarbeit erwartet.

 

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte am Samstag im ZDF-„Sportstudio“: „Ab Anfang Januar kommt er zum ersten Mal her, wird dann im Nachwuchs tätig sein.“ Dass der frühere Vereinspräsident im Profigeschäft eingebunden wird, sei „eigentlich nicht geplant. Wir mussten ja da einen Vertrag unterschreiben, mit der JVA Landsberg, und in dem Arbeitsvertrag ist das Arbeitsfeld eben eigentlich exklusiv auf den Nachwuchsbereich beschränkt.“ Es werde aber sicherlich Diskussionen geben. Über die Beziehung zu Hoeneß sagte Rummenigge: „Durch dieses Wetzen und Fetzen haben wir am Ende des Tages auch immer ganz ordentliche Lösungen gefunden.“

 

Den Bayerischen Verdienstorden hatte Hoeneß 2002 von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bekommen, weil er sich „für unseren Staat und für das Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger eingesetzt“ habe. Mit ihm zusammen waren damals die Schauspielerin Senta Berger und der Filmregisseur Michael Verhoeven ausgezeichnet worden.

 

rg / dpa

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