Mo., 12.12.2016 , 12:40 Uhr

Polizei: Was tun die Münchner bei Panik?

München – Als Konsequenz aus der Amoknacht von München im Juli plädiert der Münchner Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins für eine Rückbesinnung auf eine zeitgemäße Form des Zivilschutzes. Der moderne Großstädter halte das scheinbar für überholt.

 

 

„Der Zivilschutz ist zusammen mit dem Kalten Krieg aus den Köpfen verschwunden“, sagte da Gloria Martins. Die kollektive Verunsicherung in München an jenem Juliabend habe aber gezeigt, dass die meisten Menschen kein Konzept für einen Unglücks- oder Katastrophenfall hätten.

 

Es sei nicht nötig, umfassende Programme aufzulegen oder Broschüren zu drucken. Es reiche zunächst, wenn sich jeder einmal mit dem Thema befasse. „Was mache ich eigentlich, wenn das Mobilfunknetz nicht funktioniert und ich meine Familie nicht erreiche?“ Dazu gebe es einen einfachen Selbstversuch: zwei Tage das Smartphone abschalten.

 

Es gehe darum, „so etwas wie Handlungskompetenz in der Gesellschaft“ zu schaffen. Die Lösung liege nicht nur bei der Polizei. „Ich möchte nicht Zustände wie in Paris oder London, wo an jedem Denkmal ein schwerbewaffneter Polizist steht.“

 

Als weitere Konsequenz hält da Gloria Martins ein Frühwarnsystem für Soziale Medien für nötig, auch um denjenigen schnell auf die Schliche zu kommen, die bewusst Falschmeldungen verbreiteten.

 

Optimistisch stimme ihn, wie unkompliziert die Münchner in der Amoknacht unter dem Aufruf „#offenetür“ andere Menschen aufgenommen hätten, die vor dem vermeintlichen Terror flohen oder wegen des Komplettstillstands des Nahverkehrs nicht nach Hause kamen. „Es ist gut, zu wissen, dass es auch in einer Großstadt wie München eine große Bereitschaft zum Engagement und Achtsamkeit für den Nächsten gibt.“

 

dpa

Bayern Marcus da Gloria Martins München Oberbayern offene Tür Polizei soziale medien Zivilschutz

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 09.04.2026 Die schönsten Camperrouten rund um München für ein Wochenende München liegt in einer Region, die wie geschaffen ist für kurze Roadtrips mit dem Camper. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Seen, Alpenpässe und kleine Orte mit traditioneller Architektur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, das Wochenende im eigenen Tempo zu verbringen und spontan neue Orte zu entdecken. Wer einmal mit dem Camper unterwegs 18.12.2025 Zahngold verkaufen in München: So holen Sie das Beste aus alten Kronen und Brücken heraus Viele Menschen haben zu Hause noch kleine Döschen mit alten Kronen, Brücken oder Inlays liegen – entweder vom letzten Zahnarztbesuch oder von den Eltern und Großeltern. Was häufig nicht beachtet wird: dass darin ein beachtlicher Wert stecken kann. Zahngold besteht in der Regel aus hochwertigen Edelmetall-Legierungen und kann – richtig verkauft – einen unerwarteten Geldbetrag 13.08.2025 Münchener Klischees widerlegt: Diese 3 Dinge stimmen einfach nicht! Klischee #1: München ist teuer Unbestritten führt München die Liste der teuren Städte in Deutschland an, vor allem wenn es um Wohnungen in der Altstadt, im Lehel oder in Schwabing geht. Quadratmeterpreise von 20 oder 30 Euro sind dort keine Ausnahme, sondern bittere Realität. Doch wer glaubt, das gesamte Stadtgebiet schwimme in einem Ozean aus