Mi., 22.05.2019 , 15:21 Uhr

Prüfung: Deutsches Museum nicht schuld an Insolvenz eines Architekturbüros

Nach der Insolvenz des für die Sanierung des Deutschen Museums zuständigen Architekturbüros entlastet eine Untersuchung das traditionsreiche Haus.

 

Nach Bekanntwerden der Insolvenz hatte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) einen Sonderprüfbericht bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen beauftragt. «Die Verfasser des Berichts fanden keine Hinweise darauf, dass durch das Verhalten des Museums eine ursächliche Verknüpfung zur
Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestehe», sagte Sibler am Mittwoch in München. «Das trägt sicherlich auch ein Stück zur Beruhigung der Lage mit bei.» Zuvor hatte es Differenzen zwischen dem Deutschen Museum und dem Architekturbüro wegen bestimmter Forderungen gegeben.

 

Für die Sanierung des Museums waren zunächst 445 Millionen Euro angesetzt gewesen. Davon waren jeweils 180 Millionen Euro von Bund und Land bewilligt. Mittlerweile ist die Rede von knapp 600 Millionen Euro. Gründe sind steigende Baukosten, aber auch unvorhergesehene Schwierigkeiten mit der historischen Bausubstanz.

 

Anfang Mai hatte Sibler auf eine Deckelung der Mehrkosten bei 150 Millionen Euro gedrungen. Ende Juni sollen Verwaltungsrat und Bauexperten die ursprünglichen Modernisierungspläne überarbeiten. Mit welchen Mitteln die Mehrkosten finanziert werden, sei noch offen.

dpa

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