Do., 29.01.2015 , 09:27 Uhr

Nasenbeinbruch - 26-Jähriger rastet am Hauptbahnhof aus

Als zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn-Sicherheit einem Mann helfen wollten, eskalierte die Situation.  Der Mann verlor die Kontrolle über sich und griff die Beamten an. Jetzt ermittelt die Bundespolizei gegen zwei Männer wegen Widerstands, Gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Am Dienstagabend, den 27. Januar, gegen 20:30 Uhr bemerkte eine Streife der Deutsche Bahn-Sicherheit eine männliche Person, die im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofs regungslos am Boden lag. Die DB-Mitarbeiter knieten sich vor die Person, um Erste Hilfe zu leisten. Ein 23-jähriger Begleiter des am Boden Liegenden kam hinzu und stieß die 36-jährige DB-Mitarbeiterin unvermittelt weg.

 

Plötzlich stand der vorher am Boden liegende 26-Jährige auf und versetzte dem anderen DB-Mitarbeiter einen Kopfstoß ins Gesicht. Dabei brach die Nase der 33-jährigen Sicherheitsfachkraft. Passanten alarmierten eine Streife der Bundespolizei, die sich ebenfalls im Zwischengeschoss befand. Die Beamten kamen hinzu und fixierten die aggressiven Männer am Boden. Weitere Verstärkung war nötig, um die Männer auf die Dienststelle zu bringen.

 

Auf dem Weg zur Wache trat der 26-Jährige aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen einen Beamten gegen den Oberschenkel und sperrte sich stark gegen die Laufrichtung. Ein Bundespolizist verletzte sich bei den weiteren Maßnahmen an der Hand.

 

Auf der Dienststelle verschlechterte sich der körperliche Zustand des 23-jährigen Begleiters, sodass er zwischenzeitlich in eine Klinik gefahren werden musste. Beide Beschuldigte hatten offenbar Alkohol konsumiert.

 

Die Bereitschaftsstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft München I ordnete die Vorführung der beiden Beschuldigten vor den Haftrichter an. Dieser entschied am Mittwochmittag (28. Januar), dass der 26-Jährige aus dem Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen in Untersuchungshaft geht. Sein Begleiter aus dem gleichen Landkreis wurde auf freien Fuß entlassen. Gegen beide wird weiter ermittelt.

Bahnhof muenchen Polizei

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