Di., 18.08.2015 , 16:33 Uhr

Neubiberg - Flüchtlings-Einzug in Traglufthalle verzögert sich

Der Einzug der Flüchtlinge in die Traglufthalle in Neubiberg verzögert sich. Durch technische Details kann der Zeitplan nicht eingehalten werden. Turnhallen müssen als Ersatz her.

 

Neubiberg – Der Einzug von Flüchtlingen in eine Traglufthalle in Neubiberg verzögert sich. Technische Details hätten den eng gesteckten Zeitplan zunichte gemacht, teilte das Landratsamt München am Dienstag mit. Stattdessen werden zwei große Turnhallen in Gräfelfing und Kirchheim als Ersatzunterkünfte für 250 Asylbewerber hergerichtet. Mitte der Woche sollten die ersten einziehen. Wann die Traglufthalle in Neubiberg komplett bezugsfertig sein wird, konnte beim Landratsamt zunächst noch niemand sagen.

 

 

Bislang campieren allein im Landkreis München 600 Flüchtlinge vielerorts in Turnhallen, die kaum Privatsphäre bieten. In den klimatisierten Traglufthallen dagegen gibt es abgetrennte Schlafkabinen für je sechs Menschen, Dusch- und Waschräume sowie Toiletten, daneben Waschmaschinen, Sofas, Tische, einen Essbereich sowie eine Kinderspielecke. Fünf weitere Hallen will der Landkreis München noch errichten, pro Standort aber immer nur auf ein Jahr befristet.

 

Woche für Woche kommen nach Behördenangaben rund 90 Asylbewerber im Landkreis München an. „Und jede Woche werden es 90 mehr“, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Die Traglufthalle in Neubiberg sollte hier Entlastung bringen. Bis Jahresende müsse man für weitere 2000 Menschen eine Bleibe finden.

 

Video: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kritisiert Asylpolitik der EU-Länder

 

Landratsamt hält am Plan fest

Trotz der Verzögerung hält das Landratsamt an seinem Plan fest, die Turnhallen bis zum Beginn des neuen Schuljahres Mitte September zu räumen. Keine Probleme gab es bislang in Taufkirchen: Seit mehr als drei Wochen leben hier Flüchtlinge in der ersten Traglufthalle des Landkreises.

 

Anfangs würden etwa 90 Menschen erwartet werden, sagte der stellvertretende Landrat des Landkreises München, Ernst Weidenbusch (CSU). Danach werde die Halle auf bis zu 250 Bewohner aufgestockt. „Generell ist sie für 300 geeignet, aber wir sind bemüht, das nicht voll auszuschöpfen“, sagte der Kommunalpolitiker.

 

 

(dpa/lby)

Asyl Flüchtlinge Neubiberg tunrhalle UniBW Unterkunft

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2025 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Auto-Anschlag Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Anschlag in München mit 37 Verletzten übernommen. Die Karlsruher Behörde erklärt das mit der besonderen Bedeutung des Falls und einem möglichen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung.   Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat jetzt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Demonstranten in München mit 14.02.2025 Anlaufstellen für Betroffene und Zeugen Nach dem Anschlag in München am Donnerstag, den 13. Februar 2025, stehen verschiedene Hilfsangebote für Opfer, Angehörige und Trauernde zur Verfügung: Nach dem tragischen Anschlag in München steht der Kriseninterventionsdienst RUF24 der Stiftung AKM bereit, um Betroffenen und lebensbedrohlich verletzten Menschen Unterstützung zu bieten. Das Krisentelefon ist 24-Stunden jederzeit erreichbar: 0157 733 11 110 Außerdem 04.02.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 29.01.2026 Aus Bayern in die Schweiz: Was vor dem Umzug unbedingt zu beachten ist Die Schweiz zieht seit Jahren viele Menschen aus Bayern an. Nähe zur Heimat, attraktive Arbeitsbedingungen und eine hohe Lebensqualität machen den Schritt über die Grenze besonders für Fachkräfte interessant. Gleichzeitig wird der Umzug häufig unterschätzt, denn rechtliche Vorgaben, Fristen und organisatorische Details unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland. Wer unvorbereitet startet, riskiert unnötige Verzögerungen