So., 25.09.2016 , 18:28 Uhr

Oktoberfest 2016: Die Zwischenbilanz der Wiesn

Hollywood-Glamour und bayrische „Gmiatlichkeit“, keine Exzesse und weniger Bier: So ruhig, ja beinahe beschaulich war bisher die Wiesn 2016. Das anfänglich schlechte Wetter, aber auch die verstärkten Sicherheitsverhältnisse führen zu einer selten ruhigen Zwischenbilanz. Hier ein kleiner Überblick.

 

Das miserable Wetter der ersten Tage, machte besonders den Fahrgeschäften zu schaffen. Kaum einen Besucher drängt es bei strömenden Regen ins Freie, schon gar nicht auf die Karussels der Theresienwiese.  Selbst der Wiesn- Chef Josef Schmid sprach von einem „greißlichen“ Auftakt. Aber nicht nur das schlechte Wetter führte zu einem verringerten Besucheransturm, durch die Geschehnisse in jüngster Zeit haben viele Angst vor terroristischen Anschlägen oder Übergriffen. Apps wie „Katwarn“ boomen, aber auch die Stadt München hat vorgesorgt: Freiwillige Sicherheitskräfte, Verstärkter Polizeieinsatz und ein Zaun rund um das Gelände verschafft Sicherheit und vertreibt jegliche mulmige Gefühle.

 

 

Zum Wochenende hin kommt nicht nur das lang ersehnte Kaiserwetter, langsam tritt auch wieder Normalität ein. Das Treiben ist gewohnt rege, aus den Fahrgeschäften ertönt freudiges Kreischen und bereits jetzt lässt sich ein Wiesn-Hit ausmachen: „Hulapalu“ von Andreas Gabalier. Frei von jeglichen Sprachbarrieren glänzt er mit besonderer „Promillen-Festigkeit“, schließlich lässt er sich trotz der Maß zu viel immernoch gut mitsingen.

Trotz buntem Treiben ist die Wiesn 2016 anders als bisher: Die Zelte sind seltener wegen Überfüllung geschlossen, es gibt weniger Gedränge auf den Straßen und auch die berüchtigten Hügel hinter den Zelten sind nicht voller Alkoholopfer – vielmehr finden sich hier nun kleinere gesellige Grüppchen zusammen.

 

 

Im Boom jedoch: Vegetarische und vegane Gerichte liegen deutlich im Trend, während weitaus weniger Ochsen bisher verspeist wurden als in den letzten Jahren. Passend zum gesunden Wiesn-Trend: Auch in Sachen Bier wurde bisher 15% weniger getrunken als in den Jahren davor.

Der berühmte Hollywood-Star Kevin Spacey ist aufgrund der „Bits&Pretzels“ Veranstaltung extra nach München eingereist, und während der Ur-Münchner sich über die „sittsame“ und „ruhige“ Wiesn freut, staunt der Schauspieler nicht schlecht: „Ich kann nicht glauben, dass ihr das 16 Tage durchhaltet.“

 

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